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RKI-Chef Wieler appelliert: Kontakte an Weihnachtstagen auf „absolutes Minimum“ reduzieren

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag über die Corona-Lage in Deutschland informiert.
  • RKI-Präsident Lothar Wieler appellierte aufgrund der Corona-Lage: „Reduzieren Sie Ihre Kontakte auf das absolute Minimum."
  • Hinsichlich der Feiertage bat er die Bürger, Weihnachten im engsten Familienkreis zu feiern.
2:08 min
"Ich bitte Sie heute eindringlich darum, die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und wirklich nur im kleinsten Familienkreis zu verbringen. Bitte schränken Sie Ihre Kontakte auf das Nötigste ein. Verreisen Sie nicht, treffen Sie möglichst nur wenig und wenn, dann nur immer dieselben Menschen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.  © Reuters
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RKI-Präsident Lothar Wieler hat aufgrund der steigenden Corona-Zahlen an die Bürger appelliert, Kontakte auf ein „absolutes Minimum“ zu reduzieren. Hinsichtlich der Feiertage bat er die Menschen in einer Pressekonferenz, Weihnachten „bitte nur im kleinsten Familienkreis zu feiern“. Wieler betonte, dass man sich immer nur mit denselben Menschen treffen solle – und am besten draußen. „Uns stehen schwere Wochen bevor“, sagte er.

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RKI-Präsident: „Das Virus lebt von Kontakten – nur darüber kann es sich verbreiten“

Der RKI-Präsident betonte deutlich, wie wichtig es sei, die Kontakte stark zu reduzieren: „Das Virus lebt von Kontakten – nur darüber kann es sich verbreiten“, sagte er. Wieler wies auf die Hunderten Menschen in Deutschland hin, die täglich sterben. Das Virus sei auch in Risikogruppen weit verbreitet, deren Krankheitsverläufe oft schwer oder tödlich ausfalle. Er hoffe, dass man in zehn bis 14 Tagen die ersten Auswirkungen des Lockdowns sehen könne.

Auch zur neuen Corona-Mutation äußerte sich Wieler: Man könne die Bedeutung der Variante, die in England entdeckt wurde, noch nicht einschätzen. Klar sei jedoch: „Das Erbgut von Viren ändert sich kontinuierlich. Die Eigenschaften können sich ändern, zum Beispiel die Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch“, betonte er. Ihm liegen noch keine Hinweise dazu vor, dass die Variante bereits Deutschland erreicht habe. Jedoch schätzt er die Wahrscheinlichkeit als „sehr, sehr hoch“ ein.

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Wieler wies zudem auf Beobachtungen hin, dass bestimmte Corona-Varianten häufiger als andere vorkommen. Mehr konnte der RKI-Präsident zur neuen Mutation nicht sagen. Er geht nicht davon aus, dass die Wirksamkeit des zugelassenen Impfstoffs bei der Mutation eingeschränkt ist.

„Kein Impfstoff ist perfekt“: Einhaltung von AHA+L-Regeln weiterhin wichtig

Die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer in der EU gibt Wieler Hoffnung. Jedoch werde es dauern, bis genügend Menschen geimpft seien, sagte er. Die Impfung sei „ein Mittel, um die Viruslast in Deutschland so weit zu reduzieren, dass wir das Virus eindämmen können.“

Ole Wichmann, Leiter des Fachgebietes Impfprävention des RKI, betonte in der Pressekonferenz jedoch: „Kein Impfstoff ist perfekt. Wir müssen weiterhin alle schützen, indem wir die AHA+L-Regeln einhalten.“ Gleichwohl schütze die Impfung in hohem Maße. Bei der Entwicklung und Zulassung wurden laut Wichmann besonders auf Wirksamkeit und Sicherheit geachtet.

RKI: Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau

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Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 19.528 neue Fälle und 731 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet, wie das RKI am Dienstag bekannt gab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14.432 Neuinfektionen und 500 Todesfälle gemeldet worden – allerdings fehlten damals Daten aus Sachsen, die später nachgemeldet wurden.

Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben, darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten. Der bisherige Höchststand bei den Todesfällen war am vergangenen Mittwoch mit 952 erreicht worden.

RND/bk

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