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RKI: Mehr Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen bei höheren Infektionszahlen

  • Eine Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt deutlich, dass Ausbrüche in Pflegeheimen wesentlich von den Inzidenzwerten abhängen.
  • Waren die Inzidenzen in der Gesamtbevölkerung hoch, so steckten sich auch mehr Bewohner in den Einrichtungen an.
  • Die Experten des RKIs sprechen sich daher unter anderem für mehr Tests und Symptomkontrollen in Pflegeheimen aus.
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Die Zahl der Corona-Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen hängt wesentlich mit der Höhe der Infektionszahlen in der Gesamtbevölkerung zusammen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach zeigte sich beispielsweise, dass sich die Zahl der Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen in Deutschland im Zuge der steigenden Infektionszahlen im Herbst und Winter vergangenen Jahres erhöhte. Ab Januar 2021 fiel die Zahl der Ausbrüche steil ab, als auch die Zahl der Corona-Fälle in der Bevölkerung sank, so das Ergebnis der Analyse.

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Linearer Anstieg von Infektionszahlen in Bevölkerung und Ausbrüchen in Pflegeheimen

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Die Experten des RKIs wertete Infektionsdaten in Deutschland von Anfang März 2020 bis Anfang Februar 2021 aus. Dabei wurde dieser Beobachtungszeitraum in drei Zeitphasen aufgeteilt. In der ersten Zeitphase von Anfang März bis Mitte Mai 2020, die der ersten Infektionswelle zugeordnet wird, wurde in der Woche vom 30. März bis 5. April 2020 mit 198 Ausbrüchen in Pflegeheimen ein damaliger Höchstwert festgestellt. In genau dieser Woche registrierte das RKI auch einen Höchstwert bei den Infektionsfällen in der Bevölkerung. In der zweiten Zeitphase von Mitte Mai bis Ende September, in der Zahl der Infektionen vergleichsweise gering war, kam es auch nur zu sporadischen Ausbrüchen in Pflegeheimen.

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Zwischen Ende September und Anfang Februar 2021, also während der dritten Zeitphase, zeigte die Analyse einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Corona-Fällen in der Gesamtbevölkerung und den Ausbrüchen in Pflegeheimen in Deutschland. So verzeichnete das RKI im Zuge des massiven Anstiegs der Infektionszahlen in der zweiten Pandemiewelle bis Ende Dezember 2020 linear auch wieder vermehrt Ausbrüche in Pflegeheimen. Der Höchstwert an Ausbrüchen wurde in der Woche vom 14. Dezember bis 20. Dezember mit einer Gesamtzahl von 373 erreicht. Ab Januar sank sowohl die Zahl der gesamten Infektionsfälle als auch die Zahl der Ausbrüche.

RKI: Fast 5000 Ausbrüche bis Anfang Februar 2021 – mehr Tests in Pflegeheimen nötig

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Insgesamt registrierte das RKI in dem Beobachtungszeitraum 4937 Ausbrüche mit 132.952 Infizierten in den Einrichtungen. Das entspricht etwa 5,7 Prozent der Infektionsfälle in der Gesamtbevölkerung und 21 Prozent der Fälle in der Altersgruppe über 65 Jahren. Im Schnitt steckten sich fast 27 Menschen bei einem Ausbruch im Pflegeheim mit dem Virus Sars-CoV-2 an. In Alters- und Pflegeheimen starben zudem mehr Menschen an oder mit Covid-19 als in der Gesamtbevölkerung: In der Altersgruppe von 60 bis 79 Jahren war der Anteil von Infektions- zu Todesfällen doppelt so hoch.

Die Experten des RKIs leiten aus den Ergebnissen der Analyse mehrere Strategien zur Eindämmung des Coronavirus ab. Allen voran müssen regionale und nationale Inzidenzen gesenkt sowie Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen verhindert werden. Zudem sprechen sie sich für mehr Tests und Symptomkontrollen in Pflegeheimen aus. Auch die Corona-Impfungen und weitere Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen seien Hauptstrategien.

Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind laut dem Bericht nahezu abgeschlossen: Ende März waren fast 95 Prozent der Senioren geimpft.

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