Rauchen? Zigaretten sind bei jungen Leuten unbeliebt wie nie

  • Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird Rauchen besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer unbeliebter.
  • Der Anteil der Raucher ist sogar auf dem tiefsten Stand seit den 1970er Jahren.
  • Dafür wird der Konsum von Cannabis, E-Zigaretten und Alkohol weiter kritisch beobachtet.
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Berlin. Rauchen wird laut einer Studie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland immer unbeliebter. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben noch 5,6 Prozent an, ständig oder gelegentlich zu rauchen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Mittwoch nach Umfragedaten aus dem vergangenen Jahr mitteilte. Das waren so wenige wie noch nie seit Beginn der Befragungsreihe in den 1970er Jahren. Unter 18- bis 25-Jährigen sind demnach noch 21,2 Prozent Raucher – ebenfalls der bisherige Tiefstand in der Studie.

Die Hälfte der jungen Erwachsenen hat bereits Cannabis konsumiert

Die Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) sagte, die erfreulichen Zahlen seien ein Ergebnis jahrzehntelanger, gut gemachter Präventionsarbeit. Dieser Effekt müsse auch bei Cannabis erreicht werden. Laut Studie haben dies 10,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 46,4 Prozent der 18- bis 25-Jährigen schon einmal probiert. Die Leiterin der BZgA, Heidrun Thaiss, sagte: "Cannabis ist die mit Abstand am meisten konsumierte illegale Substanz." Dies sei besonders bedenklich, da der Konsum im Jugendalter mit besonderen Risiken für den wachsenden Organismus verbunden sei.

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E-Zigaretten und Alkoholkonsum sollen weiter beobachtet werden

Mit Blick aufs Rauchen sagte Thaiss, die Entwicklung bei E-Produkten und Wasserpfeifen sei genau zu beobachten – auch wenn aktuell keine weiteren Konsumanstiege zu verzeichnen seien. Besorgniserregend sei, dass weiter zu viele junge Menschen bis zum Rausch Alkohol trinken.

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Für die Studie wurden den Angaben zufolge 7000 Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren von April bis Juni 2019 befragt. Die Umfragereihe zur Drogenaffinität wird seit 1973 in regelmäßigen Abständen gemacht.

RND/dpa

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