Planen statt Hamstern: So kaufen Sie in Corona-Zeiten besser ein

  • Einkaufen kann in Corona-Zeiten nervenaufreibend sein.
  • Unzählige Dinge sind zu beachten.
  • Die richtige Planung und das richtige Verhalten im Geschäft machen die Shoppingtour einfacher.
Talisa Moser
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Die Zeit der Hamsterkäufe scheint erstmal vorbei, trotzdem ist das Einkaufen in Corona-Zeiten nicht einfacher geworden. Einlassstopps, Mengenkontrollen und Einkaufswagenpflicht machen die Tour Woche für Woche zu einer echten Herausforderung. Umso wichtiger ist es daher, den Einkauf zu planen, um möglichst schnell wieder den Supermarkt verlassen zu können. Zum einen, um die Ansteckungsgefahr für sich und andere zu minimieren, zum anderen, weil das Einkaufen in solchen Zeiten wirklich keinen Spaß macht.

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Der Hamster in uns: Panikkäufe und Corona
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„Hamstern“ beschreibt das Horten von Lebensmitteln oder knapp werdenden Dingen. Das Horten von Dingen hat eine lange Tradition.  © RND

Die Gerichte der Woche planen

Um zu wissen, welche Produkte man kaufen möchte, sollte man sich zu Beginn der Woche überlegen, was man alles zubereiten und essen möchte. Ein strukturierter Wochenplan, der alle Gerichte und ihre Zutaten aufführt, kann dabei sehr hilfreich sein. Mithilfe dessen weiß man auch gleich, welche Produkte für die Zubereitung fehlen und welche sich vielleicht noch hinten im Vorratsschrank verstecken.

Ohne Plan sollte man ohnehin nie einkaufen gehen, während der Corona-Pandemie ist es aber noch wichtiger, sich einen Einkaufszettel zu schreiben. Das spart Zeit zum Überlegen und unnötiges Hin-und-her-rennen im Markt. Am besten plant man den Einkauf vorher sogar in der Reihenfolge, wie die Produkte im Supermarkt zu finden sind. So weiß man zum Beispiel genau, was man aus der Obst- und Gemüse-Abteilung braucht und muss nicht ein zweites Mal dahin zurückkehren.

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Bei der Einkaufsplanung können Smartphone-Apps helfen. Unzählige davon sind sowohl im App Store als auch im GooglePlay-Store zu finden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet auf seiner Internetseite außerdem einen Vorratskalkulator.

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Die richtige Menge

Viele Leute haben wegen der Corona-Pandemie einen verqueren Alltag. Da die meisten im Homeoffice arbeiten, nutzen sie ihre Mittagspause oder den Feierabend zum Einkaufen. Solche Stoßzeiten sollte man also vermeiden, wenn man kann. Sollte man doch einmal auf einen überlaufenen Markt treffen, gilt der Mindestabstand von 1,50 Meter.

Um unnötiges Warten und den Austausch von Bargeld im Kassenbereich zu vermeiden, sollte man seine Einkäufe kontaktlos mit der Karte bezahlen. Viele Kartenanbieter haben angesichts der Corona-Krise das Limit für das kontaktlose bezahlen sogar erhöht, Mastercard zum Beispiel von 25 Euro auf 50 Euro.

Auch wenn die Zeit der Hamsterkäufe erstmal vorüber ist und die Regale sich langsam wieder füllen, wissen viele nicht, welche Menge an Lebensmitteln die richtige ist. Als Orientierung empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz für 10 Tage pro Person 20 Liter Getränke, 3,5 Kilogramm Getreideprodukte, 4 Kilogramm Gemüse, 2,5 Kilogramm Obst und Nüsse, 2,6 Kilogramm Milchprodukte, 1,5 Kilogramm Fleisch-, Fisch- und Eiprodukte und 0,35 Kilogramm Fette.

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Solidarisch sein

Was für uns nur lästig ist, kann für andere lebensgefährlich werden: Viele Supermärkte bieten die Option eines Lieferservices für ihre Kunden an. Solche Serviceleistungen sind aber begrenzt und nicht selten waren die Zeitfenster in den vergangenen Wochen restlos ausgebucht. Gesunde Menschen sollten also wenn möglich darauf verzichten. Damit bieten sie ihren kranken und alten Mitmenschen die Möglichkeit, kontakt- und risikolos an ihre Lebensmittel zu kommen.

Außerdem sollten alle Kunden in den Geschäften eine Maske tragen, um eine mögliche Ansteckung anderer Kunden zu vermeiden. Dabei reicht schon eine selbstgenähte Maske oder ein Tuch vor dem Mund, um grobe Tröpfchen abzuhalten. Sobald man zu Hause angekommen ist, sollte man sich unverzüglich für mindestens 30 Sekunden die Hände mit Seife waschen. Das Abwaschen der gekauften Produkte ist nicht unbedingt nötig, denn die Gefahr einer Ansteckung über solche Oberflächen ist laut Verbraucherzentrale sehr gering.

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