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Pflegepräsidentin: Altenheimbewohner sollten für Corona-Impfung nicht zum Hausarzt müssen

  • Der deutsche Ethikrat sieht vor, dass Pflegende und Altenheimbewohner mit signifikant erhöhtem Erkrankungsrisiko bei Covid-19 zuerst geimpft werden sollten.
  • Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt diese Priorisierung.
  • Bewohner sollten für eine Impfung aber auf keinen Fall in eine Hausarztpraxis müssen, Pflegende auf keinen Fall selbst impfen, fordert Pflegepräsidentin Christel Bienstein.
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt die Priorisierung der geplanten Impfstrategie und schließt sich dem Vorschlag des deutschen Ethikrates an. Demnach sollen Mitarbeiter in der Pflege und Menschen aus Risikogruppen mit signifikant hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf zuerst geimpft werden.

Aber: „Bei der Durchführung der Impfung muss bedacht werden, dass diese zeitlich nicht mehr in die Arbeitszeit der vorhandenen Pflegefachpersonen der Langzeiteinrichtungen passt“, gibt Pflegepräsidentin Christel Bienstein gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zu Bedenken.

Bewohner im Altenheim sollten nicht ins Impfzentrum oder zum Hausarzt

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Es bedürfe einer gezielten Unterstützung, beispielsweise durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst, Hausärzte und Pflegeexperten. Auf keinen Fall dürfe es erforderlich werden, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Altenheim in eine Hausarztpraxis müssen. Auch sollten Pflegende die Impfung am Arbeitsplatz erhalten können. Eine separate Anmeldung und ein Aufsuchen eines Arztes wäre kontraproduktiv, so Bienstein.

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Risikogruppen und wichtige Berufsgruppen zuerst
1:58 min
Wenn ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht, sollen ihn zunächst Menschen aus Risikogruppen erhalten.  © Reuters
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bei einer Pressekonferenz am Montag bereits deutlich gemacht, dass es landesweit mehrere Impfzentren geben werde, um die geplante Priorisierung durchsetzen zu können. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde es aber auch mobile Teams geben, die in Pflegeeinrichtungen vor Ort impfen können, so Spahn.

RND

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