Pflegebedürftige und Corona: Angehörige müssen sich auf das Heim verlassen

  • Bewohner von Pflegeheimen brauchen besonderen Schutz.
  • Es gebe aber keine Möglichkeit festzustellen, ob eine Einrichtung für Pflegebedürftige sicher vor Corona sei, sagt Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz.
  • Dabei ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Covid-19 für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen besonders hoch.
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Dortmund. Wie gut sind Pflegebedürftige in Heimen vor dem Coronavirus geschützt? Diese Frage stellen sich angesichts aktueller Meldungen mit Ansteckungs- und Todesfällen aus Einrichtungen in ganz Deutschland viele Angehörige. Doch die Antwort darauf ist schwer. "Wir haben keine Chance festzustellen, ob es sicher ist", sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. "Wir können nur hoffen, dass alles funktioniert."

Das bedeutet in dem Fall zum Beispiel: Neue Bewohner müssten getestet und nach dem Einzug zunächst isoliert werden. Nach solchen Maßnahmen können Angehörige natürlich fragen - und sie können auch nachsehen oder sich erkundigen, ob zum Beispiel Schutzkleidung für Mitarbeiter vorhanden ist. Trotzdem gilt, so Brysch: "Wir müssen uns auf die Träger und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen."

Pflegebedürftige während Corona-Krise lieber nach Hause holen?

Ist es da nicht besser, Pflegebedürftige nach Hause zu holen? Die Frage bekämen die Patientenschützer zurzeit oft gestellt, so der Experte. Auch hier gibt es aber keine einfache Antwort: “Das muss sehr individuell entschieden werden.” Denn auch zu Hause brauchen Pflegebedürftige natürlich besonderen Schutz, neben den ohnehin hohen Anforderungen häuslicher Pflege.

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Brysch appelliert, Angehörige im Pflegeheim gerade jetzt nicht zu vergessen. "Telefonieren Sie, so oft sie können", sagt er. "Einsamkeit macht sich breit, und das Telefon hilft." In manchen Heimen gebe es inzwischen sogar die Möglichkeit, per Skype oder anderen Videochat-Anwendungen auch Blickkontakt zu halten - teils sogar auf Initiative von Pflegekräften, die dafür private Geräte zur Verfügung stellen.

RND/ dpa

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