Pfizer und Biontech: USA sichern sich Hunderte Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs

  • Die USA haben eine Liefervereinbarung mit dem Pharmakonzern Pfizer und dem Biotechnologieunternehmen Biontech getroffen.
  • Dabei geht es um rund 100 Millionen Dosen des möglichen Corona-Impfstoffes BNT162.
  • Das Vakzin soll später allen Amerikanern kostenlos zur Verfügung stehen.
Laura Beigel
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New York/Mainz. Der Pharmakonzern Pfizer und das Biotechnologieunternehmen Biontech wollen rund 100 Millionen Dosen ihres Impfstoffkandidaten BNT162 für die USA bereitstellen. Diese Vereinbarung gaben das US-Gesundheitsministerium und das Verteidigungsministerium nach Angaben des Nachrichtensenders Bloomberg News bekannt.

Impfstoff soll für Amerikaner kostenfrei erhältlich sein

Die initiale Bestellung der 100 Millionen Impfstoffdosen kostet die USA rund 1,95 Milliarden US-Dollar. Die US-Regierung kann zudem bis zu 500 Millionen weitere Dosen erwerben. Das Vakzin soll für alle Amerikaner zugänglich und deshalb kostenlos erhältlich sein. Dafür benötigen Pfizer und Biontech jedoch eine Zulassung der US Food and Drug Administration (FDA), die derzeit noch nicht vorliegt.

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“Dieses Abkommen ist einer von vielen Schritten, um bei einer Impfstoffzulassung einen globalen Zugang zu ermöglichen”, sagte Ugur Sahin, CEO und Mitgründer von Biontech. “Wir befinden uns ebenfalls in fortgeschrittenen Gesprächen mit zahlreichen anderen Regierungen und hoffen, bald weitere Lieferabkommen bekannt geben zu können.”

Bis zu 1,3 Milliarden Impfstoffdosen bis Ende 2021

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Der mRNA-Impfstoff BNT162 befindet sich derzeit noch in der klinischen Entwicklung. Am 1. Juli veröffentlichten Pfizer und Biontech erste Daten des bisher am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten BNT162b1. Dieser zeigte eine hohe Antikörperkonzentration schon bei niedrigen Impfstoffdosen. Schwerwiegende Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten, hatten die Firmen mitgeteilt.

Schon Ende Juli hoffen Pfizer und Biontech, mit der groß angelegten Phase-2b/3-Sicherheits- und Wirksamkeitsstudie für ihre insgesamt vier Impfstoffkandidaten beginnen zu können. Sofern die Studie erfolgreich verläuft, könnte eine Notfallzulassung oder eine andere Form der behördlichen Genehmigung bereits im Oktober 2020 beantragt werden.

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Pfizer und Biontech gehen zudem davon aus, dass bis Ende 2021 mehr als 1,3 Milliarden Impfstoffdosen hergestellt werden könnten. “Wir fühlen uns verpflichtet, das Unmögliche möglich zu machen, indem wir unermüdlich daran arbeiten, einen sicheren und effektiven Impfstoff zu entwickeln und herzustellen, der dabei hilft, die globale Gesundheitskrise zu beenden”, sagte Albert Bourla, Vorstandsvorsitzender und CEO von Pfizer.

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