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Omikron: Forschende berichten von zwei neuen Symptomen

Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreitet sich aktuell rasend schnell.

Forschende aus Großbritannien und Südafrika berichten von neuen Omikron-Symptomen und beziehen sich dabei unter anderem auf Auswertungen der britischen „Zoe Covid Symptom Study App“. In der Anwendung können Covid-Patientinnen und -Patienten ihre Symptome registrieren.

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Neben den bereits bekannten Symptomen wie Schnupfen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Niesen und einem kratzenden Hals berichten Infizierte seit der Ausbreitung der Omikron-Variante laut App auch zunehmend von Appetitlosigkeit. Die sei als Symptom bei Vorherrschen der Delta-Variante nicht verbreitet gewesen, berichten Forschende, die an der Auswertung der App beteiligt sind.

Starker Nachtschweiß bei Omikron-Infizierten

Der südafrikanische Mediziner Unben Pillay hatte zuvor bei einem Pressebriefing der Gesundheitsbehörde seines Landes außerdem von starkem Nachtschweiß berichtet, der bei seinen mit der Omikron-Variante infizierten Patientinnen und Patienten gehäuft aufgetreten sei. Von Nachtschweiß sei dann die Rede, wenn sowohl Nachtwäsche wie auch Bettzeug deutlich nass seien, obwohl die Schlafumgebung kühl ist.

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Der britische Arzt Amir Khan, der auch für die nationale Gesundheitsbehörde seines Landes tätig ist, bestätigte diese Beobachtung laut Mirror in einem Interview mit dem britischen TV-Sender ITV. Dort habe er gesagt, dass Patientinnen und Patienten verstärkt unter Nachtschweiß litten, der so stark sei, dass Erkrankte ihre Nachtwäsche wechseln müssten. Er forderte zudem, dass das Symptom in die Liste des britischen Gesundheitsdienstes NHS aufgenommen werden müsse, damit Betroffene die Chance auf einen PCR-Test bekämen.

Geruchs- und Geschmacksverlust offenbar eher selten

Auffällig bei mit der Omikron-Variante Infizierten sei auch, so Berichte aus Südafrika wo die Variante zunächst aufgetaucht war, dass niemand über einen verschwundenen Geruchs- oder Geschmackssinn geklagt habe, wie bei anderen Varianten oftmals üblich. Zudem seien die Symptome bei allen Personen mild gewesen, auch bei den Ungeimpften. Alle hätten sich ohne einen Krankenhausaufenthalt wieder erholt. Dies könne aber auch daran liegen, dass das Durchschnittsalter der Infizierten recht niedrig war, teilte etwa Angelique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, mit.

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Zahl der Omikron-Fälle wächst rasant

Durch die Ausbreitung der Corona-Variante Omikron könnte die Zahl der täglichen Neuinfektionen hierzulande im März einen Höchststand von 160.000 bis 240.000 erreichen. Das sei das schlimmste Szenario der Modellrechnungen eines Teams um die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, berichtet der „Spiegel“. Dadurch werde sich die Zahl der Corona-Intensivpatientinnen und -patienten verdoppeln und läge dann bei etwa 8000 Fällen deutschlandweit.

Eine ähnliche Entwicklung erwartet auch Modelliererin Anita Schöbel, Leiterin des Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie befürchtet, dass die neuen Corona-Maßnahmen nicht ausreichen werden. „Es ist realistisch, dass wir trotzdem schon Anfang Januar sehr hohe Fallzahlen haben“, sagte sie im RND-Interview. Sie erwartet, dass dann wieder die Notbremse gezogen werden müsse, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Omikron-Welle „stärker, als alles was wir bisher hatten“

„Diese Welle wird stärker sein als alles, was wir bisher hatten“, sagt Schöbel. Denn Omikron verbreite sich viel schneller als andere Varianten: Daten zeigten, dass sich die Fallzahlen bei dieser Variante etwa alle drei Tage verdoppelten. Mit über 3000 Omikron-Fällen am 23. Dezember, könnten es zu Neujahr bereits etwa 24.000 Infizierte sein. Der genaue Höhepunkt der Omikron-Welle lasse sich jedoch schwer vorhersagen, sagte wiederum Schöbel.

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RKI: Omikron-Variante in allen Bundesländern nachgewiesen

Die Omikron-Variante ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen.

Im Südwesten Deutschlands steigt die Zahl der Omikron-Fälle schon jetzt rasant. Vor Weihnachten verzeichnete das Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 3000 bestätigte Fälle. Am 26. Dezember beliefen sich allein in Baden-Württemberg die Zahl der Omikron-Infizierten auf mehr als 850. Dort gab es einen Zuwachs um das Sechsfache innerhalb einer Woche.

RND/caro/she

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