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  • Olympia 2021: Virologe Martin Stürmer rät zur Verschiebung der Olympischen Spiele

Virologe rät zur Olympia-Verschiebung: „Kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll“

  • Fakt ist: Noch knapp zwei Monate dauert es bis zu den Olympischen Spielen in Japan.
  • Doch wie sicher sich die Veranstaltung in Zeiten der Corona-Pandemie gestaltet, ist noch immer umstritten.
  • Virologe Martin Stürmer rät davon ab, Olympia stattfinden zu lassen.
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Berlin. Der Virologe Martin Stürmer hält das Festhalten an den Olympischen Spielen in Japan für keine gute Idee. „Ich kann die Athleten sehr gut verstehen, ich kann den Zwiespalt verstehen, aber ich würde wirklich zur Verschiebung raten“, sagte Stürmer am Dienstag im „Morgenmagazin“ des ZDF.

Das weltweite Infektionsgeschehen sei „sehr unkontrollierbar“ und auch die Hygienekonzepte seien nur schwer durchzusetzen. Die Sportarten finden mal im Freien, mal in der Halle, mal im engen Kontakt statt, wie Stürmer bemerkte. „Das ist so divers. Da wird es extrem schwierig, da ein einheitliches Konzept zu machen. Ich kann mir das ehrlich gesagt gar nicht gut vorstellen, wie das funktionieren soll“, sagte der Wissenschaftler aus Frankfurt am Main.

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Organisatoren: Athletinnen und Athleten nehmen auf eigenes Risiko an Olympischen Spielen teil

Der Fechter Max Hartung, Vorsitzender der Athletenkommission im Deutschen Olympischen Sportbund, will an den Spielen teilnehmen, wie er im „Morgenmagazin“ bekräftigte. „Ich will klar sagen, dass ich die Bedenken natürlich ernst nehme und die Sorgen der japanischen Bevölkerung nachvollziehen kann.“ Es sei keine leichte Situation, bekräftigte Hartung.

Die Athletinnen und Athleten treten die Reise nach Japan wie alle Beteiligten der Sommerspiele auf eigenes Risiko an, wie es im erstmals im April veröffentlichten Handbuch der Organisatoren heißt. Eine entsprechende Einverständniserklärung hat Hartung noch nicht unterschrieben. Das komme aber bald auf ihn zu, sagte er. Den Zwiespalt beschreibt er so: am Ende haben die Sportlerinnen und Sportler nur die Wahl, entweder hinzufahren und zu unterschreiben oder es sein zu lassen. „Und das ist immer eine schwierige Situation, weil es nie eine wirkliche Freiwilligkeit gibt“, sagte Hartung.

RND/dpa

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