Zu 90 Prozent wirksam: Corona-Impfstoff von Novavax bewährt sich in Studie

  • Das US-Pharmaunternehmen Novavax bietet Studien zufolge einen hohen Schutz gegen das Coronavirus.
  • Das Vakzin könnte besonders in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen.
  • 100 Millionen Dosen sollen nach der Zulassung pro Monat hergestellt werden.
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Der Corona-Impfstoff von Novavax schützt nach Angaben des US-Pharmakonzerns gut gegen das Virus und seine Varianten. Das Vakzin sei zu etwa 90 Prozent wirksam und laut vorläufigen Daten sicher, teilte das Unternehmen am Montag mit. An einer Studie zur Wirksamkeit des Impfstoffs waren fast 30.000 Menschen in den USA und Mexiko beteiligt.

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Vakzin ist einfach zu transportieren und zu lagern

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Bis Ende September würden Anträge auf eine Zulassung unter anderem in den USA und Europa gestellt, erklärte das Unternehmen. Bis dahin sei eine Produktion von 100 Millionen Dosen pro Monat möglich. Der Impfstoff von Novavax ist leicht zu transportieren und zu lagern, weshalb damit gerechnet wird, dass er eine wichtige Rolle für Impfkampagnen in den Entwicklungsländern spielen wird. „Viele unserer ersten Dosen werden in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gehen, und das war von Anfang an das Ziel“, sagte Novavax-Chef Stanley Erck der Nachrichtenagentur AP.

Von den 30.000 Teilnehmern der Studie erhielten zwei Drittel zwei Dosen des Impfstoffs im Abstand von drei Wochen, alle anderen bekamen Placebos. Insgesamt infizierten sich 77 Menschen mit dem Coronavirus, davon 14 in der Gruppe der Geimpften. Von den Teilnehmern, die den Wirkstoff erhielten, entwickelte keiner schwere oder moderate Symptome, während es in der Vergleichsgruppe 14 waren.

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Keine Berichte über Nebenwirkungen

Der Impfstoff war ähnlich wirksam gegen mehrere Varianten, einschließlich der zuerst in Großbritannien entdeckten Variante, sowie in den Risikogruppen, darunter ältere Menschen und Menschen mit anderen Gesundheitsproblemen. Die Nebenwirkungen waren ähnlich wie bei anderen Impfstoffen und betrafen hauptsächlich Schmerzen an der Einstichstelle. Berichte über Blutgerinnsel oder Herzprobleme habe es nicht gegeben, erklärte Erck.

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Novavax teilte die Ergebnisse in einer Pressemitteilung mit und plant eine Veröffentlichung in einer medizinischen Fachzeitschrift, wo sie von unabhängigen Experten überprüft werden. Das in Maryland ansässige Unternehmen hatte zuvor Ergebnisse aus kleineren Studien in Großbritannien und Südafrika veröffentlicht.

Der Impfstoff von Novavax funktioniert nach einem bekannten Prinzip ähnlich wie Grippeimpfstoffe. Er wird mit im Labor gezüchteten Kopien des Spike-Proteins hergestellt, das das Coronavirus umhüllt. Das Immunsystem reagiert auf die Proteine im Impfstoff und ist damit vorbereitet, wenn es tatsächlich mit dem Virus konfrontiert wird. Andere Impfstoffe, die heute weit verbreitet sind, enthalten die genetischen Anweisungen für den Körper, sein eigenes Spike-Protein herzustellen.

RND/AP

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