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Niederlande: Mögliche Corona-Infektion durch Nerze – Farmen sollen schließen

  • In den Niederlanden hat sich möglicherweise ein Mitarbeiter einer Nerzfarm bei einem Tier mit dem Coronavirus angesteckt.
  • Die Regierung fordert die Züchter nun auf, früher als geplant ihre Farmen zu schließen.
  • Unabhängig vom Coronavirus müssen Schließungen von niederländischen Nerzfarmen 2024 erfolgen.
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Den Haag. In den Niederlanden ist möglicherweise erstmals ein Mensch durch einen Nerz mit dem neuen Coronavirus infiziert worden. Neuen Untersuchungen zufolge gelte es als wahrscheinlich, dass sich ein Mitarbeiter einer Nerzfarm bei einem Tier angesteckt hat, teilte das Landwirtschaftsministerium in Den Haag mit. Die Regierung wolle nun die Pelztierzüchter bewegen, Nerzfarmen früher als geplant zu schließen, erklärte Landwirtschaftsministerin Carola Schouten am Mittwoch nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

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Nerzfarmen müssen bis 2024 schließen - unabhängig vom Coronavirus

Unabhängig von der Corona-Pandemie müssen alle niederländischen Nerzfarmen laut Beschluss des Obersten Gerichtshofes bis 2024 den Betrieb einstellen. Die Nerzzucht ist in den Niederlanden umstritten, da die Raubtiere in Käfigen gehalten werden, um Pelzmode zu produzieren. Die Niederlande sind nach China und Dänemark der drittgrößte Produzent von Nerzen und produzieren jährlich Millionen Pelze.

Durch Subventionsangebote könnten Betreiber möglicherweise dazu gebracht werden, dies schon eher umzusetzen, erklärte Schouten. Das Ministerium ordnete Untersuchungen der Tiere in allen Nerzfarmen an. Allerdings schätzt die Gesundheitsbehörde RIVM das Ansteckungsrisiko für Menschen außerhalb der Stallanlagen als äußerst gering ein.

Ende April war das neue Coronavirus bei mehreren Nerzen in zwei Zuchtbetrieben in der Provinz Noord-Brabant unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen festgestellt worden. Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden beide Farmen in einem Radius von 400 Metern abgeriegelt. Das Landwirtschaftsministerin ordnete zudem eine Meldepflicht für Nerzzüchter und Tierärzte bei Coronasymptomen an.

RND/dpa

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