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Neuinfektionen auf Rekordhoch: US-Immunologe Fauci für landesweite Maskenpflicht

  • In den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter unaufhaltsam an.
  • Gesundheitsexperte Fauci hat sich deshalb für eine nationale Maskenpflicht ausgesprochen – er glaubt jedoch nicht, dass diese vom Weißen Haus kommt.
  • Bürgermeister und Gouverneure sollen daher auf lokaler Ebene eine Maskenpflicht anordnen.
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Washington/Baltimore. Angesichts von Corona-Infektionszahlen auf Rekordniveau in den USA hat der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci sich für eine nationale Maskenpflicht ausgesprochen. „Wenn es funktioniert, sollten wir es tun, ja“, sagte Fauci am Mittwoch (Ortszeit) in einem Interview mit dem Sender CNBC. Er glaube aber nicht, dass es auf Bundesebene geschehen werde, denn „es werde möglicherweise nicht vom Weißen Haus kommen“. Präsident Donald Trump, der sich am Dienstag um seine Wiederwahl bewirbt, hatte den Sinn von Masken im Kampf gegen das Virus wiederholt angezweifelt.

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Maskenpflicht auf lokaler Ebene gefordert

Gebe es keine Maskenpflicht auf nationaler Ebene, dann sollten die Bürgermeister und Gouverneure der Bundesstaaten eine solche auf lokaler Ebene anordnen, sagte Fauci weiter. Er leitet das Nationale Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) und ist Mitglied der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Fauci gilt als integrer Experte, der sich auch nicht scheut, Trump in wissenschaftlichen Belangen zu widersprechen.

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Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine mögliche Maskenpflicht sind in den USA zu einem Politikum und Wahlkampfthema geworden. Im Gegensatz zu Trump hatte der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden mehrfach das Tragen von Masken und auch ein nationales Vorgehen gegen das Coronavirus angemahnt.

Höchststand: Mehr als 80.000 Neuinfektionen an einem Tag

Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die 80.000-Marke überschritten. Am Freitag und Samstag waren jeweils rund 83.700 Menschen positiv getestet worden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. In dieser Woche gab es am Donnerstag knapp 79.000 neue Corona-Fälle. Die Zahl der Todesfälle blieb demnach relativ stabil bei 996. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohner haben sich insgesamt mehr als 8,8 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, rund 227.000 starben.

RND/dpa

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