Neue Corona-Verordnung: Diese Quarantäneregeln gelten jetzt in Ihrem Bundesland

  • Positiv Getestete müssen sich nur noch für zehn Tage in Isolation begeben.
  • Für Kontakt­personen, die dreifach geimpft sind, fällt eine Quarantäne weg.
  • Kinder und Jugendliche, die als Kontakt­person gelten, können sich nach fünf Tagen freitesten.
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Am Donnerstag stimmte der Bundestag der Corona-Verordnung zu, an diesem Freitag auch der Bundesrat: Damit können die neuen Quarantäne­­regeln für Corona-Infizierte und Kontakt­­personen in Kraft treten.

Demnach müssen sich Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, nur noch über einen Zeitraum von zehn Tagen isolieren, Gleiches gilt für Kontakt­personen. Nach sieben Tagen gibt es die Möglichkeit, sich freizutesten.

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Keine Quarantäne gilt zukünftig mehr für Kontakt­personen, die bereits geboostert sind oder innerhalb der vergangenen drei Monate vollständig geimpft oder genesen sind. Mit den kürzeren Quarantäne­zeiten soll ermöglicht werden, dass bei stark steigenden Infektions­zahlen wichtige Versorgungs­bereiche weiter am Laufen gehalten werden können.

Neue Quarantäneregeln: Was jetzt für Schülerinnen und Schüler gilt

Nach übereinstimmenden Medien­berichten können Kinder und Jugendliche, die als Kontakt­person gelten, die Quarantäne bereits nach fünf Tagen verlassen. Voraussetzung ist ein negativer PCR- oder Schnelltest. Gleiches gilt für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Pflege­einrichtungen.

Die neuen Quarantäne- und Isolationsregeln müssen nun noch durch Länder­verordnungen in Kraft treten. Hier gibt es unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern:

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Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gilt schon seit Mittwoch eine neue Corona-Verordnung. Die Regelungen von Bund und Ländern werden hier rückwirkend umgesetzt. Wer schon vor dem heutigen Freitag in Quarantäne musste, kann sich nun also schon früher freitesten.

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Bayern

In Bayern sind geboosterte Personen erst ab dem 15. Januar von einer Quarantäne befreit. Erst dann soll die neue Bundes­verordnung in Kraft treten.

Berlin

Der Berliner Senat hat die neuen Bund-Länder-Vereinbarungen umgesetzt, sie gelten ab dem heutigen Freitag. Bei seiner Sitzung am kommenden Dienstag will der Senat die Landes­verordnung anpassen.

Brandenburg

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Hier werden die neuen Quarantäne­regeln aller Voraussicht nach in der kommenden Woche greifen, die Vorschriften müssen noch angepasst werden. In der Hauptstadt Potsdam können sich Kinder und Jugend­liche, die als Kontakt­person gelten, erst nach sieben Tagen freitesten, da es zuletzt viele Neu­infektionen in dieser Altersklasse gab.

Bremen

In Bremen will der Senat am kommenden Dienstag über die neuen Quarantäne­regeln beraten. Bis dahin müssen Infizierte weiterhin für 14 Tage sowie Kontakt­personen für zehn Tage in Quarantäne. Nach fünf Tagen kann diese mit einem PCR-Test, nach sieben Tagen mit einem Schnelltest beendet werden.

Hamburg

In Hamburg werden die neuen Regeln ab Samstag, den 15. Januar, gelten.

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Hessen

Hessen hat seine Corona-Regeln, die bis zum 13. Januar galten, um vier Wochen verlängert. Die neue Verordnung werde dann auf Grundlage der Bund-Länder-Regelungen zügig angepasst, teilte die Landes­­regierung mit. Derzeit dauert die Quarantäne, unabhängig vom Impfstatus, 14 Tage. Ab dem fünften Tag können sich Geimpfte und Genesene mit einem PCR-Test davon befreien, Schulkinder ab dem siebten Tag.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Quarantäne­regelungen an die neue Verordnung angepasst werden, sie gelten ab dem 15. Januar.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung angekündigt, die neue Quarantäne­verordnung bis zu Beginn der kommenden Woche anzupassen. Nach Angaben des NRW-Gesundheits­ministeriums fehlen noch Vorgaben des Paul-Ehrlich- sowie des Robert Koch-Instituts (RKI). Diese seien relevant, um im Bereich Quarantäne und Isolation bundes­einheitliche Maßstäbe anwenden zu können, hieß es.

Niedersachsen

In Niedersachsen sollen die Beschlüsse ab Samstag, den 15. Januar, gelten.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz wird die neue Verordnung ab Freitag, den 14. Januar, umgesetzt.

Saarland

Auch im Saarland treten die neue Corona-Regeln am 14. Januar in Kraft. Die neue Verordnung gilt zunächst bis zum 28. Januar.

Sachsen

Hier sollen die neuen Regeln laut Sozial­ministerium voraussichtlich erst ab 23. Januar gelten. Die neue Allgemein­verfügung werde aktuell noch erarbeitet, heißt es. Ein Problem sei das nicht, schließlich seien die neuen Vorgaben wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante vereinbart worden. „In Sachsen ist diese Situation in dem Ausmaß wie in anderen Bundes­ländern gegenwärtig noch nicht gegeben.“ Daher könne momentan noch nach den bestehenden Regeln verfahren werden.

Weitere Informationen zu den aktuellen Regeln finden Sie bei der „Leipziger Volkszeitung“.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt die neue Verordnung ebenfalls noch nicht, ab wann die Regelungen hier umgesetzt werden sollen, ist noch offen.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gelten die neuen Quarantäne­regeln ab Samstag, den 15. Januar. Alle Infos dazu finden Sie bei den „Lübecker Nachrichten“.

Thüringen

Thüringen hat bereits am 11. Januar die heute beschlossene Bund-Länder-Verordnung umgesetzt. Das Gesundheits­ministerium in Erfurt teilte mit, die Regelungen sollten für zunächst unbestimmte Zeit gelten.

RND/sz/dpa

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