Mutiertes Coronavirus in Nerzen – Auswirkungen auf Impfstoff?

  • Die Corona-Pandemie trifft auch Tiere – in Dänemark werden jetzt Millionen Nerze getötet, die mit dem Virus infiziert sind, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ).
  • Nach Angaben der HAZ sei das Virus bei den Tieren bereits mutiert.
  • Daraus ließen sich auch Schlüsse in Bezug auf die Wirksamkeit künftiger Impfstoffe ziehen, so der Infektiologe Matthias Stoll von der Medizinischen Hochschule Hannover.
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Die Corona-Pandemie trifft auch Tiere. In Dänemark werden jetzt Millionen Nerze getötet, die mit dem Virus infiziert sind. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Nach Angaben der HAZ sei das Virus bei den Tieren bereits mutiert. Daraus ließen sich auch Schlüsse in Bezug auf die Wirksamkeit künftiger Impfstoffe ziehen, so der Infektiologe Matthias Stoll von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Coronavirusmutation könnte Impfwirkung beeinträchtigen

Bis zu vier Millionen Nerze seien von der Tötung betroffen – die Farmen, in denen die Pelztiere gezüchtet werden, lägen dabei teils weit auseinander, berichtet die HAZ. Angesteckt hätten sich die Marder wahrscheinlich bei Menschen. Nach Angaben von Matthias Stoll seien Nerze und andere marderartige Tiere „sehr empfänglich für das Virus. Die Situation hat leider dazu geführt, dass sich das Virus verändert hat.“ Das läge besonders daran, dass die Tiere sehr gedrängt in engen Käfigen zusammengepfercht lebten, was die Ausbreitung und Mutation von Viren begünstige, so Stoll.

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Deshalb solle man sich auch nicht zu sehr auf einen Impfstoff als Allheilmittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlassen, so Stoll. Denn die Tatsache, dass in den Nerzfarmen teils mutierte Viren gefunden worden seien, ließe vermuten, dass für deren Bekämpfung einige der in Entwicklung befindlichen Impfstoffe wohl nicht geeignet wären.

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Dänemark ist mit 1100 Nerzzüchtern einer der größten Produzenten, das Land exportiert jährlich rund 17 Millionen Felle. Die dänischen Behörden haben zwei Sars-CoV-2-Varianten offenbar als besorgniserregend eingestuft.

RND/dk

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