MRE: Qualität hilft beim Kampf gegen Keime

  • Multiresistente Erreger (MRE) sind ein großes Problem.
  • Die Infektionen lassen sich nicht mit herkömmlichen Antibiotika behandeln.
  • Siegel stellen aber sicher, dass Kliniken spezielle Hygienemaßnahmen erfüllen.
Irene Habich
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Hannover. Ein großes Problem für die Sicherheit im Krankenhaus sind multiresistente Erreger (MRE). Infektionen mit diesen Bakterien sind deshalb gefährlich, weil sie sich mit herkömmlichen Antibiotika nicht behandeln lassen. Bei einem Klinikaufenthalt können Patienten sich infizieren.

Multiresistente Keime: Menschen können Träger sein

Multiresistente Keime richten vor allem dann Schaden an, wenn sie in eine offene Wunde gelangen oder wenn das Immunsystem eines Patienten geschwächt ist. Im gesunden Zustand sind hingegen manche Menschen Träger der Keime, ohne dadurch zu erkranken. Bei einem Eingriff in der Klinik besteht die Gefahr, dass entweder Keime vom eigenen Körper in eine Operationswunde gelangen oder aber Erreger, die von anderen Patienten übertragen werden.

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Desinfektion der Hände als Standard

In Krankenhäusern, die besonders auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen achten, ist die Gefahr einer Infektion mit MRE geringer. Ein Hinweis darauf können Siegel sein, die von vielen regionalen MRE-Netzwerken verliehen werden. Diese bescheinigen dem Krankenhaus, dass es einen bestimmten Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung multiresistenter Keime erfüllt.

Eine sinnvolle Maßnahme besteht zum Beispiel darin, Risikopatienten direkt bei der Ankunft im Krankenhaus auf MRE zu untersuchen. Wird festgestellt, dass sie Träger der resistenten Erreger sind, werden sie getrennt von den anderen Patienten untergebracht, um eine Ansteckung zu verhindern. Außerdem muss das Krankenhauspersonal auch unter Zeitdruck zwingend strenge Hygienevorschriften beachten. Dazu gehört zum Beispiel, sich zwischen der Behandlung unterschiedlicher Patienten stets die Hände zu desinfizieren.

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Wenn ein planbarer Eingriff im Krankenhaus ansteht, sollten Patienten sich am besten vorab informieren, welche Maßnahmen dort gegen multiresistente Erreger ergriffen werden und ob die Klinik über ein Siegel verfügt.