• Startseite
  • Gesundheit
  • Montgomery zu überforderten Hausärzten: Haben Ende der Impfpriorisierung selbst gefordert

Montgomery zu überforderten Hausärzten: Haben Ende der Impfpriorisierung selbst gefordert

  • Ab dem 7. Juni sollen bei Corona-Impfungen die Priorisierungen wegfallen.
  • Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, weist nun die Beschwerden einiger Ärzte zurück, die dann Überforderung befürchten.
  • Die Ärzte hätten die Aufhebung selbst gefordert.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Angesichts der Diskussionen um die Aufhebung der Impfpriorisierung und überrannte Arztpraxen hat der Vorsitzende des Weltärztebundes die Beschwerden einiger Mediziner zurückgewiesen. „Die Hausärzte sind überfordert mit dem plötzlichen Abschaffen der Impfpriorisierung. Dabei haben sie das selber gefordert“, sagte Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch im Deutschlandfunk. Da sei die Ärzteschaft „nicht ganz logisch“ in ihrer Argumentation. „Ich würde aber nicht schon wieder die große Katastrophe herbeibeschwören deswegen.“ Das zentrale Problem sei der Mangel an Impfstoff.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Impfpriorisierungen fallen ab 7. Juni weg

Anzeige

Montgomery verteidigte den Zeitpunkt der Aufhebung der Priorisierung. Früher oder später hätte man diesen Schritt ohnehin gehen müssen. Den vulnerablen Gruppen der obersten beiden Prioritätsstufen habe man bislang „mit Sicherheit“ ein Impfangebot machen können. Manche seien nicht erreichbar oder wollten schlicht nicht. „Jetzt muss doch nicht der ganze Rest der Gesellschaft darauf warten, dass auch der letzte Impf-Zauderer und Impf-Zögerer geimpft ist, bevor die anderen Gruppen geimpft werden dürfen.“

Anzeige

Ab dem 7. Juni sollen bei Corona-Impfungen die Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf wegfallen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag an. Ärzteverbände befürchten große Herausforderungen für das Praxispersonal, das schon von Anfragen überrannt werde.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen