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  • Mehr Corona-Fälle auf Intensivstationen: Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor Versorgungsengpässen

Krankenhausgesellschaft warnt vor Versorgungsengpässen bei Nicht-Covid-Patienten

  • Auf den Intensivstationen werden wieder mehr Corona-Patienten verzeichnet.
  • Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt daher vor Versorgungsengpässen bei regulären Patienten in den Kliniken.
  • Wenn sich die Infektionslage nicht entspanne, könne es dazu kommen, dass planbare Operationen um Monate verschoben werden müssen.
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Berlin. Angesichts steigender Corona-Fallzahlen auf den Intensivstationen warnen Ärzte und Kliniken vor verschärften Versorgungsengpässen bei regulären Patienten. „Wenn sich die Infektionslage in den nächsten Wochen nicht entspannt, werden viele Kliniken an den Punkt kommen, dass sie Operationen nicht nur um ein paar Wochen, sondern um Monate verschieben müssen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gernot Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

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Wartezeiten auf planbare Operationen könnten zunehmen

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90 Prozent der Kliniken stellten aktuell mehr als 10 Prozent der Eingriffe zurück, 50 Prozent sogar mehr als 20 Prozent, erklärte Gaß. Bei einzelnen Eingriffen, zum Beispiel beim Hüftgelenksersatz, würden im Schnitt schon 40 Prozent abgesagt. „Je länger die dritte Pandemiewelle dauert, desto massiver werden die Engpässe bei planbaren Eingriffen.“

Auch die Deutsche Krebsgesellschaft warnte vor einer Verschlechterung der Lage für Nicht-Covid-Patienten. „Wenn sich die Infektionslage weiter verschärft, werden die Wartezeiten auf planbare Operationen in den kommenden Wochen noch deutlich zunehmen“, sagte der Präsident der Gesellschaft, Thomas Seufferlein, den Funke-Zeitungen. „Ich möchte nicht von Triage sprechen, aber viele Kliniken müssen jetzt priorisieren.“

In vielen Klinken nur noch ein Intensivbett frei

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Krebspatienten, deren Zustand medizinisch stabil sei, müssten bereits jetzt häufig zwei oder drei Wochen länger auf ihren Eingriff warten, erklärte Seufferlein. Bei einigen Tumorerkrankungen könne das zu Verschlechterungen führen. In jedem Fall sei eine solche Verzögerung für Patienten, die gerade eine Krebsdiagnose bekommen haben, psychisch schwer belastend.

Intensivmediziner zeigten sich ebenfalls extrem besorgt: Bereits jetzt seien in vielen Kliniken nur noch zehn Prozent der Intensivbetten frei, oft also nur ein einziges Bett. „Wenn wir deutlich über 6.000 Covid-Intensivpatienten kommen, ist im gesamten Krankenhaus nur noch Krisenmedizin möglich“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, den Funke-Zeitungen. Darunter litten vor allem Patienten mit großen, aber planbaren Herzoperationen oder onkologische Patienten, deren Tumor-Operationen ebenfalls bis auf Weiteres verschoben werden müssen, wenn sie nicht lebensbedrohlich erkrankt seien.

RND/epd

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