• Startseite
  • Gesundheit
  • Medizinische Hochschule Hannover: Präsident sieht Entspannung der Corona-Lage im Sommer

Präsident der MHH: Wärmere Temperaturen und Impfungen sorgen für „Entspannung“ in der Corona-Pandemie

  • Der Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover, Michael Manns, ist überzeugt, dass die anstehenden warmen Temperaturen und Impfungen die Corona-Lage entspannen werden.
  • Derzeit hakt es allerdings noch bei Impfungen für Jüngere.
  • Auch die Kritik an Astrazeneca kann der Professor nicht nachvollziehen.
Alice Mecke
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Der Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Prof. Michael Manns, zeigt sich im Gespräch mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) mit Blick auf wärmere Temperaturen optimistisch: „Auch dieses Virus hat etwas mit den Temperaturen zu tun. Impfungen, Hygienemaßnahmen und der Anstieg der Temperaturen werden hier eine Entspannung bringen“, so Manns gegenüber der „HAZ“.

Sollte durch Impfungen im „August, September, Oktober“ die Herdenimmunität erreicht werden, „erleben wir hoffentlich einen anderen Winter als zuletzt.“ Weiter sagte Manns, dass sich Deutsche auf den Sommerurlaub freuen könnten – noch sei allerdings unklar, „wo und wie der aussehen wird“.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.
Anzeige

Infektionen wechseln „in jüngere Generationen“

Aktuell sei Manns dennoch „beunruhigt“, da die täglichen Neuinfektionen weiterhin hoch seien. Doch, „die Impfung ist das, was uns hilft. Und die Tatsache, dass es in Heimen seit dem 11. März keine Toten mehr gegeben hat, ist ein ermutigendes Zeichen.“ Mit Blick auf die Daten sei allerdings erkennbar, dass das Infektions­alter in „die jüngeren Generationen gewechselt“ sei. Dort könne die Impfung noch nicht flächen­deckend durchgeführt werden.

Anzeige

An der Medizinischen Hochschule Hannover sei die die Corona-Lage „angespannt, aber beherrscht“, erzählt der Direktor. „Wir haben so in der Regel zwischen 30 und 50 Patienten, knapp die Hälfte davon Intensivpatienten. Das schwankt immer. Aber in Hannover haben wir eine konstante Situation, etwa seit Oktober/November letzten Jahres.“

Anzeige

Medikament ohne Nebenwirkung „hat meist auch keine Wirkung“

Bezüglich Impfungen glaubt Manns, dass bei Astrazeneca genau hingeschaut werden müsse und das Vakzin zu „kritisch“ gesehen wird: „Offenbar haben die Fälle mit dem Geschlecht und dem Alter der Patientinnen zu tun. Das müssen wir ins Verhältnis zum Nutzen setzen. Das ändert nichts daran, dass man im Einzelfall die Warnsignale wahrnehmen muss.“

Manns sehe keinen Grund, warum nicht mit Astrazeneca geimpft werden sollte: „Das ist wie bei jedem anderen Medikament. Ein Medikament, das keine Nebenwirkungen hat, hat meist auch keine Wirkung.“

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen