• Startseite
  • Gesundheit
  • Medikament gegen Ebola: „Inmazeb“ als erstes Mittel in den USA zugelassen

Medikament gegen Ebola: „Inmazeb“ als erstes Mittel in den USA zugelassen

  • Zum ersten Mal wird in den USA ein Medikament gegen Ebola zugelassen.
  • In einer Studie, die während eines Ebolaausbruchs im Kongo durchgeführt wurde, hat sich gezeigt, dass es die Sterblichkeitsrate senkt.
  • Ein Impfstoff gegen Ebola wurde im Dezember von der amerikanischen Arzneimittelbehörde zugelassen.
Anzeige
Anzeige

New York. In den USA ist das erste Medikament zur Behandlung von Ebola zugelassen worden. Die Arzneimittelbehörde FDA genehmigte den Einsatz des von Regeneron Pharmaceuticals entwickelten Medikaments bei Kindern und Erwachsenen mit dem Zaire-Ebolavirus, dem tödlichsten von sechs bekannten Spezies. Durch das Virus sterben in der Regel 60 bis 90 Prozent der Patienten.

Inmazeb senkt Sterblichkeit bei Ebola-Erkrankung

Anzeige

Das zugelassene Medikament Inmazeb war eines von vier Kandidaten, die während eines Ebolaausbruchs im Kongo getestet wurden, durch den bis zu seinem Ende im Juni beinahe 2300 Menschen ums Leben kamen. Unter den Studienteilnehmer lag die Überlebensrate bei Patienten, die Inmazeb oder ein anderes experimentelles Medikament bekamen, deutlich höher. Die Studie wurde im vergangenen Jahr vorzeitig beendet, um allen Patienten Zugang zu Inmazeb zu gewähren.

Während bei zwei anderen getesteten Medikamenten die Hälfte der Patienten starb, sank die Sterblichkeitsrate mit Inmazeb sowie dem anderen Medikament nach vier Wochen auf etwa ein Drittel.

Es handelt sich um eine Kombination von drei Antikörpern, die das Virus eliminieren. "Wenn Sie drei Medikamente haben, um das Virus in Bedrängnis zu bringen, gibt es eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Virus allen entkommen kann", sagte Leah Lipsich, Leiterin des globalen Programms für Infektionskrankheiten bei Regeneron. Dies sollte dabei helfen, dass das Virus nicht resistent dagegen wird.

Impfstoff seit Dezember zugelassen

Anzeige

In den USA gibt es zwar kaum Ebola-Fälle, aber hin und wieder bringen Reisende das Virus mit. Die Genehmigung in den USA erleichtert es Pharmaunternehmen, ihre Medikamente auch in afrikanischen Ländern anerkennen zu lassen.

Ebola ist hochansteckend und verbreitet sich vor allem durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten von infizierten Menschen. Zu den Symptomen gehört Fieber, Muskelschmerz, Erbrechen, Nieren- und Leberschäden und teilweise innere und äußere Blutungen. Ein erster Impfstoff dagegen wurde im Dezember von der FDA zugelassen.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen