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Mecklenburg-Vorpommern: Erster Tag ohne Corona-Neuinfektion seit zwei Monaten

  • Seit Wochen hat Mecklenburg-Vorpommern bereits niedrige Corona-Ansteckungszahlen.
  • Nun gibt es eine Entwicklung, auf die Experten schon gewartet hatten.
  • Es sei der erste Tag ohne neue Infektionen seit Mitte März.
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Rostock. Erstmals seit dem 14. März hat es in Mecklenburg-Vorpommern einen Tag ohne einen neuen nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion gegeben. Den Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales vom Montag zufolge blieb die Zahl der registrierten Corona-Fälle bei 751.

Mecklenburg-Vorpommern weist damit 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf, die deutschlandweit mit Abstand niedrigste Ansteckungsquote. Landesweit waren erstmals am 3. März Infektionsfälle im Landkreis Vorpommern-Greifswald nachgewiesen worden. Bereits am Wochenende hatte Sachsen-Anhalt von einem Tag ohne eine weitere Steigerung der Fallzahlen berichtet.

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Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND
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Land setzt auf Kontakt-Rückverfolgung

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) betonte, dass sich Situation rasch wieder ändern könne. Es sei weiter wichtig, das Abstandsgebot zu wahren, Masken an den vorgeschriebenen Orten zu tragen und die Hygienestandards einzuhalten. „Wir kommen in eine entscheidende Phase der Pandemie ab dem 25. Mai.” Dann treten Lockerungen etwa im Tourismus oder mit der Öffnung der Rehakliniken in Kraft.

Nach den vergangenen Wochen mit Neuinfektionszahlen fast nur im einstelligen Bereich pro Tag sei die Entwicklung zu erwarten gewesen, sagte der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger. Dafür gebe es mehrere Gründe: Mecklenburg-Vorpommern sei sehr dünn besiedelt und keine Karnevals- beziehungsweise Skifahrer-Hochburg. Zudem hätte das Land mehr Zeit als andere Bundesländer gehabt, sich auf Covid-19-Erkrankungen vorzubereiten.

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Wichtig sei auch gewesen, dass bei den ersten Fällen die Kontaktkette nachverfolgt und eine Erkrankungswelle verhindert werden konnte, wie Reisinger sagte. Dies sei auch jüngst bei Erntehelfern gelungen. So müsse auch bei künftigen Fällen vorgegangen werden. Wenn sich das Land wieder für den touristischen Verkehr öffne, komme es zwangsläufig zu einzelnen Neuinfektionen. Mit schnellem Erkennen und Kontakt-Rückverfolgungen seien einzelne Ausbrüche einzudämmen, mit einer zweiten Welle sei nicht zu rechnen, sagte der Experte.

RND/dpa

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