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Massentests in Österreich: Pannenserie geht weiter – Linz setzt auf eigene IT

  • In Österreich starten groß angelegte Corona-Massentests – doch einige Male hat die Technik nun schon gestreikt.
  • So kam es laut Medienberichten zu einem Datenleck und verspäteten oder gar keinen Testergebnissen.
  • Die Stadt Linz will deshalb nun auf ihre eigene IT setzen.
Alice Mecke
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Hannover. In Österreich sollen Massentests die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen. An diesem Freitag startet das Projekt in großem Stil in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg. Doch schon am ersten Tag gibt es Probleme mit der vom Bund zur Verfügung gestellten Software. Wie der österreichische Rundfunk ORF berichtet, hätten negativ getestete Personen in Tirol vorerst nur verspätete oder keine Benachrichtigungen über ihr Testergebnis erhalten. Auch in Wien komme es immer wieder zu Ausfällen, das Bundesheer habe daher ein Back-up in Papierform angelegt.

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Schon vorab gab es Pannen mit dem IT-System

Damit setze sich die Pannenserie des IT-Systems fort. Zuvor waren durch ein Datenleck persönliche Daten von 800 Personen an Dritte weitergeleitet worden, teilte der ORF mit. Auch am Mittwoch gab es eine kurze technische Störung. Für eine Teilnahme am Massentest müssen Bürger sich über die Onlineplattform Oesterreich-testet.at anmelden. Am Mittwoch musste die Plattform jedoch vorübergehend wegen einer Datenleckgefahr vom Netz genommen werden. Die Probleme seien jedoch schnell behoben worden und die Plattform ging wieder online.

Für die Stadt Linz ist deshalb nun Schluss mit der vom Bund zur Verfügung gestellten Software. Bürgermeister Klaus Luger wolle nach dem Wochenende entscheiden, ob es seinen „Plan B“ aktiviert. Plan B bedeute in dem Fall, dass die Tests in Linz mittels eigener IT ablaufen sollen.

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Österreich startet Massentests und erste Lockerungen
1:07 min
Die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz will die ansteigenden Infektionszahlen mit freiwilligen Massentests in den Griff bekommen.  © Reuters

Lange Schlangen vor Teststationen

Doch aller Pannen zum Trotz stoßen die Corona-Massentests in Österreich auf reges Interesse. Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150.000 Tests pro Tag.

Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen. Ziel ist es, besonders auch die symptomfreien Infizierten zu entdecken, um so die Infektionsketten zu durchbrechen.

Neben Wien und Tirol startete das Projekt am Freitag auch im Bundesland Vorarlberg. Die weiteren sechs Bundesländer folgen in den nächsten Tagen. Vergleichbare Massentests gab es bisher im Nachbarland Slowakei oder auch im norditalienischen Südtirol.

RND/ame mit dpa

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