Frankreich führt Maskenpflicht im Freien ein – mehrere Gemeinden betroffen

  • Obwohl die Zahl der Neuinfektionen nur leicht ansteigt, verschärft Frankreich nun vielerorts die Corona-Maßnahmen.
  • In etlichen französischen Gemeinden gilt die Maskenpflicht nun auch auf der Straße.
  • Auch beliebte Touristenregionen wie die Bretagne oder Nizza sind von der Verordnung betroffen.
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Paris. Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in weiteren französischen Gemeinden jetzt eine Maskenpflicht im Freien. In 69 zusätzlichen Gemeinden des Départements Mayenne müssen seit Montag die Schutzmasken auch auf der Straße getragen werden; zuvor galt die Maskenpflicht dort beispielsweise bereits in der Département-Hauptstadt Laval. Die Präfektur habe vorab rund 650.000 Stoffmasken an Bewohner des Départements verteilt, erklärte Präfekt Jean-Francis Treffel am Montag im Fernsehsender BFMTV.

Gemeinden können Maskenpflicht eigenständig verhängen

In der Küstenmetropole Nizza muss Medienberichten zufolge jetzt auf bei Touristen beliebten Plätzen eine Maske im Freien getragen werden. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bußgeld von 35 Euro, berichtete France 3. Wegen steigender Infektionszahlen hatte Frankreichs Regierung den örtlichen Behörden vergangenen Freitag mehr Spielraum bei der Maskenpflicht gegeben.

Die Präfektur von Lille reagierte sofort und kündigte für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone an. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend. Premierminister Jean Castex reiste am Montag nach Lille, um sich über die Lage zu informieren.

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Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Das sind zum Beispiel Geschäfte, Restaurants und Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen. Einige Städte – etwa in der Bretagne – hatten eigenmächtig zuvor eine Maskenpflicht an der frischen Luft eingeführt. In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit einigen Wochen wieder leicht. Die Gesundheitsbehörden rufen immer wieder zur Vorsicht auf.

RND/dpa

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