Nutzung der Luca-App fällt in Schleswig-Holstein weg

  • Durch eine neue Corona-Landes­verordnung in Schleswig-Holstein, wird die Luca-App dort nun nicht mehr gebraucht.
  • Neben dem Einzelhandel ist die Kontakt­daten­übermittlung nun auch in Gastronomie und Co. nicht mehr nötig.
  • Der Deutsche Hotel- und Gast­stätten­verband zeigt sich erleichtert – die Arbeit der Gesundheits­ämter werde dadurch jedoch nicht leichter.
Anzeige
Anzeige

Schleswig-Holstein. Mit einer neuen Corona-Landes­verordnung entfällt in Schleswig-Holstein die Pflicht zur Kontakt­daten­erhebung bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie – und damit auch die Nutzung der Luca-App. Im Einzelhandel ist das schon länger der Fall, nun folgen seit dem 20. September Restaurants und Co., wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. Ausgenommen sind jedoch einige Bereiche im Gesund­heits­wesen.

„Alles, was uns ein Stück der Normalität näher bringt, ist zu begrüßen“, sagt der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Schleswig-Holstein (Dehoga) gegenüber der „LN“. „Jetzt haben wir nur noch die 3G-Kontrolle, danach sind wir wieder so frei wie vorher.“ Die Luca-Systeme in den Gesundheitsämtern sollen dennoch aktiv bleiben. So können Betriebe die App weiterhin freiwillig zur Kontakt­daten­übermittlung nutzen. Für die Gesund­heits­ämter ändere die neue Regelung bei der Kontaktnach­verfolgung von Infizierten jedoch nicht viel, heißt es vom schleswig-holsteinischen Landkreistag.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.
Anzeige

Damals viel Kritik – jetzt nachgebessert mit neuem Update

Seit Ende 2020 steht die Luca-App zum Down­load bereit und macht seitdem die Kontakt­daten­übermittlung bei Veranstaltungen oder im Restaurant digital möglich. Mit der App checken Nutzerinnen und Nutzer per Scannen eines QR-Codes ein. Dadurch sollen mögliche Infektions­ketten leichter ermittelt werden. Anfangs wurde die App viel kritisiert. Sicherheits­forschende und IT-Expertinnen und -Experten sorgten sich zum Beispiel um mangelnden Datenschutz oder Urheber­rechts­verletzungen.

Das Team hinter der App soll nun mit dem Update Luca+ nach­gebessert haben. „Wir gehen in diesen Herbst mit so viel Wissen über Infektions­ketten und darüber, wie wir sie unterbrechen können, wie nie zuvor“, sagt Luca-Gründer und Geschäfts­führer Patrick Hennig gegenüber den „Lübecker Nachrichten“. „Diese Erkenntnisse sind in Luca+ eingeflossen, ein Update, das wir gemeinsam mit den Gesund­heits­ämtern für eine intelligente Kontakt­nach­verfolgung entwickelt haben.“ Das Update ist seit etwa einer Woche verfügbar.

RND/mr

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen