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Trotz steigender Corona-Zahlen: Belgien lockert Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen

  • In Belgien werden stetig mehr Corona-Neuinfektionen gemeldet – das Land steht bereits auf der roten Liste der EU.
  • Dennoch werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gelockert.
  • Die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen entfällt teilweise und die Belgier dürfen wieder mehr Kontakte pflegen.
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Hannover. In Belgien steigen die Corona-Neuinfektionen stetig an. Trotzdem werden in dem Land die geltenden Maßnahmen gelockert. Ministerpräsidentin Sophie Wilmès gab am Donnerstag nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats bekannt, dass die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen gelockert wird. Ab dem 1. Oktober ist der Mund-Nasen-Schutz im Freien nicht mehr überall vorgeschrieben. Es wird jedoch weiterhin empfohlen, an Plätzen mit großem Menschenaufkommen oder engen Plätzen sowie in Bussen, Bahnen, Läden oder Kinos eine Maske zu tragen.

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Quarantänepflicht und Kontaktbeschränkungen werden ebenfalls gelockert

Die Quarantänepflicht bei Corona-Verdachtsfällen wird von zwei Wochen auf sieben Tage verkürzt, vorausgesetzt, an deren Ende liegt ein negatives Testergebnis vor. Gelockert werden auch die Auflagen für Hochzeiten. Ab dem 1. Oktober dürfen unbeschränkt viele Gäste erscheinen, solange sie an Zehnertischen sitzen, die anderthalb Meter voneinander entfernt stehen. So wird es auch in Restaurants und Cafés gehandhabt.

Die Belgier dürfen auch wieder mehr Kontakte pflegen. Bislang durfte ein Haushalt nur mit fünf Personen pro Monat engen Kontakt haben. Die neue Regel besagt, dass jede Person fünf enge Kontakte haben darf. Bei einer vierköpfigen Familie würde das 20 Kontakte bedeuten. Auf die Begründung für die Lockerungen angesprochen sagte Wilmès: “Besser eine leichtere Maßnahme, die beachtet wird, als eine drastische, die niemand befolgt.”

Über 1300 Fälle pro Tag: Belgien ist rote Zone

Belgien ist nach den Kriterien der EU-Seuchenschutzbehörde ECDC inzwischen eine rote Zone. Innerhalb von zwei Wochen traten mehr als 120 Infektionen pro 100.000 Einwohnern auf. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage wurden 1374 Fälle pro Tag registriert, 60 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Das Auswärtige Amt hat Belgien bereits zum Risikogebiet erklärt und warnt vor “nicht notwendigen touristischen Reisen” in die Hauptstadt Brüssel. Auch die Regionen Flandern und Wallonien weisen inzwischen ein erhöhtes Infektionsaufkommen auf, heißt es vom Amt.

RND/Alice Mecke



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