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  • Lockdown in Niederlande ab Sonntag: Kinos, Theater und Kneipen ab 17 Uhr dicht

Niederlande ab Sonntag im Abend-Lockdown – 13 Reiserückkehrer mit Omikron infiziert

  • Wegen der rasant ansteigenden Fallzahlen verschärfen die Niederlande ihre Corona-Schutzmaßnahmen.
  • Von Sonntagabend an steht das öffentliche Leben allabendlich von 17 Uhr an weitgehend still. Nur Supermärkte dürfen länger öffnen.
  • Sorgen bereitet auch die neue Omikron-Variante: 13 von 61 Reiserückkehrer aus Südafrika sind in Amsterdam positiv getestet worden.
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Den Haag. Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande von diesem Sonntag an in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Davon ausgenommen sind Supermärkte.

Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahre eine Maske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen. Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heißt, dass weniger Besucher gleichzeitig hinein dürfen. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten.

Lage in Kliniken spitzt sich zu

Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag bei der Ankündigung der neuen Regeln. Zur Begründung verwies die Regierung auch darauf, dass sich die Lage in den Krankenhäusern zugespitzt habe.

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Am Samstag galten noch die Mitte November angeordneten Regeln eines Teil-Lockdowns, wonach Geschäfte bis 18 Uhr und Restaurants bis 20 Uhr geöffnet bleiben durften. Damit sollte den betroffenen Unternehmen Zeit gegeben werden, sich auf die verschärften Vorschriften einzustellen und zum Beispiel die Abstände zwischen Tischen sowie Sitzgelegenheiten entsprechend zu vergrößern.

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Ob die neuen Maßnahmen den erhofften Erfolg bringen und zu einer spürbaren Senkung der Infektionszahlen beitragen, soll Mitte Dezember beurteilt werden.

13 bestätigte Fälle in den Niederlanden: Reiserückkehrer mit Omikron infiziert

Zusätzliche Sorgen bereitet eine mögliche Ausbreitung der im südlichen Afrika entdeckten neuen Corona-Variante Omikron. Bei mindestens 13 Flugreisenden aus dem südlichen Afrika sind nach ihrer Landung in Amsterdam Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit.

Die Zahl könne noch steigen, erklärte dazu der staatliche Gesundheitsdienst RIVM. Die Analysen der Proben von 61 positiv getesteten Reisenden seien noch nicht vollständig abgeschlossen. Sie waren am Freitag mit der Fluggesellschaft KLM ins deutsche Nachbarland gekommen. Insgesamt testete die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol 624 Passagiere von zwei KLM-Maschinen aus Kapstadt und Johannesburg. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Omikron-Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Die in Amsterdam positiv getesteten Reisenden kamen mit Maschinen der Fluggesellschaft KLM aus Kapstadt und Johannesburg. Sie wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert.

RND/dpa

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