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Leopoldina-Präsident: Diskussionen müssen sachlicher werden – gerade in der Medizin

  • Der Präsident der Leopoldina, Gerald Haug, wünscht sich, dass Debatten wieder sachlicher werden.
  • Gerade in der Medizin müsse es Aufmerksamkeit und Akzeptanz in der Bevölkerung geben.
  • In der Corona-Pandemie sei manche Debatte in den sozialen Medien zu aufgeheizt gewesen.
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Halle. Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle, Gerald Haug, wirbt für mehr Sachlichkeit in gesellschaftlichen Debatten. „Ich würde mir wünschen, dass wieder mehr Qualität in die eine oder andere Diskussion kommt“, sagte der Klimaforscher der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstag) in Halle. Als Beispiele nannte er Klimawandel und Nachhaltigkeit oder die Digitalisierung.

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Auch gebe es medizinische Gebiete, „wo gerade echte Revolutionen stattfinden“, sagte Haug. Er hoffe, dass es dafür Aufmerksamkeit sowie Akzeptanz in der Bevölkerung geben werde. „Das alles ein bisschen weniger aufgeregt als bei Corona – das wäre wunderbar“, erklärte Haug.

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Leopoldina: Lockdown war richtig

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In der Corona-Pandemie sei manche Debatte in den sozialen Medien zu aufgeheizt gewesen, sagte Haug. Dass „jede Kleinigkeit und jede Einzelmeinung gleich zur Top-Schlagzeile wird“, kenne man in der Wissenschaft so nicht und es sei auch nicht sinnvoll. Im Großen und Ganzen hätten die Wissenschaftler in Deutschland trotz vieler Nuancen aber „die gleiche Richtung eingeschlagen“.

Die Rolle seiner Akademie in der Pandemie bewertete er ambivalent. Teils hätte er sich mehr Aufmerksamkeit für die bislang sieben Ad-hoc-Stellungnahmen des Hauses zu Corona gewünscht. Zufrieden zeigte er sich etwa mit dem Effekt des siebten Papiers von Anfang Dezember. „Der Lockdown war richtig“, betonte Haug: „Und ich bin froh, dass wir als Leopoldina einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, dass eine etwas irrationale politische Diskussion zurück zur Rationalität fand.“ In dem Papier hatte die Akademie einen harten Lockdown über Weihnachten empfohlen.

RND/epd

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