Krebs ist Todesursache Nummer eins in den Industrieländern

  • Krebs ist jetzt in den reichen Ländern Todesursache Nummer eins.
  • Damit wurden Herz-Kreislauferkrankungen als Todesursache Nummer eins abgelöst
  • Deutschland und Österreich waren an der Erhebung nicht beteiligt.
Anzeige
Anzeige

Paris. Dieses Ergebnis zweier Studien wurde beim Europäischen Kardiologie-Kongress (ESC) in Paris vorgestellt. Die Welt erlebe einen entscheidenden Wandel bei den nicht übertragbaren Krankheiten: Da Herz-Kreislauferkrankungen in vielen Ländern weiter zurückgehen, dürfte Krebs in einigen Jahrzehnten weltweit die häufigste Todesursache werden, hieß es zu den im Fachmagazin "Lancet" veröffentlichten Daten.

Lesen Sie auch: Forscher warnen: Nachtarbeit erhöht das Krebsrisiko

Deutschland oder Österreich in der Analyse nicht dabei

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Als reiche Länder gelten bei der sogenannten PURE-Untersuchung beispielsweise Kanada oder Schweden. Als Länder mit einem mittleren Einkommen wurden beispielsweise China, Polen und die Türkei aufgeführt, als arme Länder Indien und Tansania. Deutschland oder Österreich waren in die Analyse nicht einbezogen. Für eine der beiden Studien waren Daten von rund 160.000 Menschen im Alter von 35 bis 70 Jahren aus 21 Ländern der Erde analysiert worden. Mit Herz-Kreislauferkrankungen zusammenhängende Todesfälle gibt es bei dieser Altersgruppe demnach in ärmeren Ländern zweieinhalb mal häufiger als in reichen Staaten – obwohl in den vermögenden Industrieländern wesentlich mehr Risikofaktoren für solche Krankheiten existieren. Ursache sei wahrscheinlich die schlechtere Gesundheitsversorgung in armen Ländern, erläutern die Forscher um Salim Yusuf von der McMaster Universität in Hamilton und Gilles Dagenais von der Universität Laval in Quebec (Kanada).

Lesen Sie auch: Darmkrebs: Vorsorge ist besser als Heilung

RND/dpa