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Krankenschwester nach Corona-Impfung gestorben? Diese Fake News lässt sich leicht widerlegen

  • Vor laufenden Kameras wurde eine Krankenschwester in den USA nach der Corona-Impfung ohnmächtig.
  • Verschwörungstheoretiker behaupten jetzt, dass die junge Frau gestorben sei.
  • Das lässt sich leicht widerlegen.
Laura Beigel
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Chattanooga. Es sollte ein symbolkräftiger Auftritt werden: Die US-amerikanische Krankenschwester Tiffany Dover vom CHI Memorial Hospital in Chattanooga (Tennessee) ließ sich vor laufenden Kameras gegen Covid-19 impfen, um andere zu ermutigen, es ihr gleichzutun.

Doch als Reporter die junge Frau nach der Impfung interviewen, kommt es zu einem Schockmoment. Dover erleidet einen plötzlichen Schwindelanfall und wird ohnmächtig.

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Das Video des Vorfalls verbreitet sich rasant in den sozialen Medien – und wird vor allem von Impfgegnern und Corona-Leugnern instrumentalisiert. Die Reaktion der Krankenschwester auf den mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer sei ein Beweis dafür, dass dieser nicht sicher ist, heißt es.

Verschwörungstheoretiker behaupten ferner, Dover sei nach dem Ohnmachtsanfall gestorben. Das schreibt beispielsweise auch Schlagerstar Michael Wendler in seinem Telegram-Kanal.

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Ohnmachtsanfälle sind nicht auf den Impfstoff zurückzuführen

Was ist dran an diesen Gerüchten? Zuerst einmal: Tiffany Dover ist wohlauf. Dem Lokalsender WRBCtv Channel 3 teilte das CHI Memorial Hospital mit, dass es der Krankenschwester gut gehe, sie aber keine Interviews geben wolle. Zuvor hatte die junge Frau gesagt, dass sie an einer überaktiven Vagusreaktion leide.

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„Wann immer ich wegen irgendetwas Schmerzen habe, kann ich einfach das Bewusstsein verlieren“, sagte sie dem TV-Sender. „Ich fühle mich jetzt gut und der Schmerz in meinem Arm ist sehr minimal.“

Jesse L. Tucker, Intensivmediziner am CHI Memorial Hospital, hatte in einer Pressekonferenz zudem betont, dass der Ohnmachtsanfall von Dover keine negative Reaktion auf den Impfstoff sei. Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) weisen in diesem Zusammenhang auf ihrer Internetseite ebenfalls darauf hin, „dass die Ohnmachtsanfälle auf den Impfprozess zurückzuführen sind und nicht auf die Impfstoffe selbst“.

Personen, bei denen bekannt ist, dass sie schon einmal bei einer Impfung ohnmächtig geworden sind, sollten deshalb im Liegen geimpft werden.

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Der Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer namens BNT162b2 ist seit dem 21. Dezember 2020 auch in Europa zugelassen. In der klinischen Phase-III-Studie, bei der das Vakzin rund 20.000 Probanden verabreicht wurde, sollen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sein.

Allerdings waren nach der Zulassung in Einzelfällen schwere allergische Reaktionen nachweisbar – so zum Beispiel bei Geimpften in Großbritannien und den USA. Die Sicherheit des Corona-mRNA-Impfstoffes wird weiter überwacht.



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