Keine Konsequenzen: Landkreis und Stadt Straubing über Corona-Obergrenze

  • Die Voraussetzung für viele Corona-Lockerungen ist eine Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.
  • Der Landkreis und die Stadt Straubing in Bayern haben diese Höchstgrenze nun überschritten.
  • Doch Konsequenzen soll es in der Region vorerst nicht geben.
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Straubing. Der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing reißen in der Corona-Epidemie die Obergrenze von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dennoch müssten die Lockerungen nicht zurückgenommen werden, teilte der Landkreis am Sonntag unter Verweis auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums mit.

Wörtlich heiße es darin: “Weitere Maßnahmen auf breiter Bevölkerungsebene im Landkreis und Stadtkreis scheinen in der aktuellen Situation nicht geboten.” Sollten die Infektionszahlen in den nächsten Tagen und Wochen steigen, “müssen die Maßnahmen dahingehend angepasst werden”. Das Ministerium billigte demnach die getroffenen Vorkehrungen in dem Fall.

Positive Corona-Tests bei Schlachthof-Mitarbeitern

Am Freitag war bekanntgeworden, dass mindestens 77 Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bogen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Bei einer Reihentestung von Hunderten Beschäftigten der Donautal-Geflügelspezialitäten (DGS) waren 59 Proben positiv. Für die Betroffenen wurde Quarantäne angeordnet. Der Betrieb in dem Unternehmen läuft weiter. In der beginnenden Woche sollen Ergebnisse von ähnlichen Massentests in allen 51 Schlachthöfen im Freistaat vorliegen.

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Die Gemeinschaftsunterkünfte, in denen infizierten Mitarbeiter leben, stehen nach Angaben des Landratsamts unter Quarantäne. Erkrankte, die dort nicht isoliert werden können, wurden in eine zentrale Unterkunft gebracht. Nach Angaben der DGS haben die Betroffenen keine oder leichte Symptome.

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Bei 18 Beschäftigten der Firma war zuerst das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Daraufhin hatten die Behörden eine Reihenuntersuchung aller Mitarbeiter angeordnet. Die dafür nötigen Abstriche wurden am vergangenen Dienstag und Mittwoch genommen.

RND/dpa

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