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Lauterbach: „Joggen schützt Ungeimpfte nicht“ – Herz-Kreislauf-Probleme nach Covid-19 wahrscheinlicher

  • Mit seinem Tweet richtet sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Sonntagvormittag an Ungeimpfte.
  • Joggen schütze nicht, schreibt er, und verweist auf eine US-Studie.
  • Sie zeigt ein erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung kurz nach einer Infektion mit dem Coronavirus auf.
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Via Twitter macht SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Sonntagvormittag auf eine US-Studie zum Coronavirus aufmerksam.

Sie zeige, dass ein Jahr nach einer Infektion mit dem Coronavirus das Risiko von bleibenden Herz-Kreislauf-Problemen sehr hoch ist. „Es hat sich bestätigt, dass man mit 20 Tagen Covid-19 oft den Arterienschutz von 20 Jahren Sport ruinieren kann“, schreibt Lauterbach. „Joggen schützt Ungeimpfte nicht.“

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Corona und die Folgen für den Körper: Studie untersucht die Daten von US-Veteranen

Für ihre Studie untersuchten die Forschenden zwei Kontrollgruppen anhand von nationalen Gesundheitsdatenbanken des US Department of Veterans Affairs: Eine Gruppe bestand aus 151.195 US-Veteranen in den ersten 30 Tagen ihrer Infektion mit dem Coronavirus. Eine andere setzte sich aus 3.656.337 nicht an Covid-19 erkrankten Nutzern der Datenbanken zusammen: Ihre Daten stammten aus dem Jahr 2017.

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Im Detail zeigen die bei der Preprint-Plattform „Research Square“ veröffentlichten Ergebnisse, dass Menschen mit einer Corona-Infektion in den ersten 30 Tagen ihrer Erkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Probleme aufzeigen. Auch nach einem Jahr sei die Belastung noch erheblich.

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Zu den Erkrankungen, deren Risiko steigt, zählen der Auswertung nach etwa zerebrovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfälle und sonstige Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns, Rhythmusstörungen, ischämische Herzkrankheiten, Myokarditis, Herzinsuffizienz und Thromboembolien.

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Studie: Auch bei milden Verläufen steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kurzzeitig

Risiken und Belastungen im Bereich der Herz-Kreislauf-Probleme zeigten sich den Forschenden zufolge bei allen Corona-Patientinnen und -Patienten: Die Auswertung umfasst Menschen, die sich zwar mit dem Virus infiziert hatten, doch nicht stationär in Behandlung waren, solche, die im Krankenhaus behandelt wurden, und Erkrankte auf der Intensivstation.

Bislang hätten die meisten Studien zu dem Thema Krankenhauspatientinnen und -patienten fokussiert, heißt es seitens der Autorinnen und Autoren. Doch sie stellten die Minderheit der Covid-19-Erkrankten dar. Die „Schließung dieser Wissenslücke“ spiele daher eine große Rolle im weiteren Umgang mit der Pandemie.

Dass eine Infektion mit dem Coronavirus für Menschen, die bereits unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, ein hohes Risiko birgt, war schon zuvor bekannt: Darauf machte unter anderem der jährliche „Herzbericht“ der Deutschen Herzstiftung aufmerksam.

RND/jo

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