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Spontane Möglichkeiten schaffen: Bundesagentur für mehr Impfangebote in Jobcentern

  • Impfangebote soll es nach Willen des Chefs der Bundesagentur nun auch häufiger in Jobcentern geben.
  • SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßt die Idee.
  • Er hält spontane Möglichkeiten zum Impfen für reizvoller als Geschenke.
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Berlin. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, plädiert für mehr Angebote von Corona-Impfungen in Jobcentern. Es könne für die Impfzentren der Kommunen „sinnvoll sein, etwa in die Jobcenter zu gehen und dort Impfungen anzubieten“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Dies sei eine weitere Möglichkeit, Menschen für eine Impfung zu gewinnen, „die sonst schwer zu erreichen sind“. Einige Städte wie Hamburg setzten dies bereits sehr erfolgreich um.

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Spontanität statt Geschenke

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Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält einen solchen Kurs grundsätzlich für erfolgversprechend, um die lahmende Impfkampagne anzukurbeln. „Es kommt auf das Schaffen von Gelegenheiten für das spontane Impfen an“, sagte er dem Internet-Nachrichtenportal Watson. Anreize wie Fußball-Freikarten oder Gratisessen findet er dagegen wenig hilfreich.

„Die Menschen lassen sich nicht für eine Wurst impfen. Sie müssen einfach die Gelegenheit dazu bekommen, die Impfung möglichst spontan und einfach zu erledigen. Nur so erreicht man Menschen, die für die Impfung nicht in Impfzentren oder Arztpraxen kommen.“

Lauterbach begrüßt “2G”-Regel

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Die Zahl der Erstimpfungen pro Tag ist stark zurückgegangen. Zuletzt waren es nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag rund 90.000. In der Spitze im Mai waren es mehr als eine Million. Inzwischen sind aber auch fast 57 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft und 63 Prozent vollständig.

Lauterbach sprach sich dafür aus, dass mehr Fußball-Clubs ungeimpfte Getestete von ihren Angeboten ausschließen. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn alle Fußballvereine dem mutigen Beispiel des 1. FC Köln folgen und eine klare 2G-Regel für ihre Stadien einführen würden“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag). Das heißt, dass nur Geimpfte und Genesene („2G“) Zutritt bekommen. „Auch Reiseveranstalter, Bar-Besitzer oder Club-Betreiber sollten das erwägen.“ Gesetzliche Möglichkeiten sieht er jedoch nicht.

RND/dpa

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