China: Millionenstadt Jilin wegen Corona-Risiko abgeschottet

  • China riegelt nach Wuhan erneut eine Millionenmetropole ab. In der nordöstlichen Stadt Jilin gibt es neue Infektionsherde.
  • Bus- und Zugverbindungen werden ausgesetzt, die Kinos und Fitnessstudios müssen schließen.
  • Die Einwohner dürfen die Stadt nur verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können.
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Jilin. Die chinesischen Behörden haben erneut eine Millionenmetropole wegen des Corona-Risikos weitgehend abgeschottet. In einem Vorort von der betroffenen Stadt Jilin war am Wochenende ein neuer Infektionsherd mit mittlerweile 21 Corona-Fällen bekannt geworden. Daher dürfen die rund vier Millionen Einwohner die Stadt nur verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können und sich in Quarantäne begeben, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Erklärung der Stadtverwaltung am Mittwoch berichtete.

Lage ist “sehr ernst”: Bus- und Zugverbindungen wegen Ansteckungsrisiko ausgesetzt

In der Industriestadt wurden die Bus- und Zugverbindungen ausgesetzt. Auch die Kinos und Fitnessstudios mussten in Jilin schließen. Die Stadt ist gut tausend Kilometer von Peking entfernt. Die Lage sei “sehr ernst”, sagte die Stadtverwaltung. Es gebe ein hohes Ansteckungsrisiko. Auch in der Millionenstadt Wuhan waren zuvor wieder ein Anstieg der Infektionen verzeichnet worden. Die chinesischen Behörden ordneten daher an, alle gut elf Millionen Einwohner testen zu lassen. Wuhan gilt als Ausgangsort der Pandemie. Im Dezember hatte es dort die ersten Fälle des neuartigen Coronavirus gegeben. Die gut zweimonatige Ausgangssperre wurde vor rund einem Monat aufgehoben.

RND/bk

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