Jetzt auch Impfstoff von Astra Zeneca in Großbritannien zugelassen

  • Der Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca wurde erstmals in Großbritannien zugelassen.
  • Es ist der zweite Impfstoff, der neben dem Biontech-Impfstoff dort verabreicht werden darf.
  • Das Vereinigte Königreich gab am Mittwochmorgen die Bestellung von 100 Millionen Impfstoffdosen bekannt.
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Der Coronavirus-Impfstoff des Pharmakonzerns Astra Zeneca wurde nun auch zum Einsatz in Großbritannien zugelassen. Die britische Gesundheitsbehörde MHRA erteilte am Mittwoch die Zulassung. Das gab die britische Regierung am Morgen auf ihrer Website bekannt.

Zweiter Impfstoff für Großbritannien

Der Impfstoff von Astra Zeneca ist der zweite, der in Großbritannien zugelassen wurde, nachdem der Impfstoff von Biontech und Pfizer im Dezember grünes Licht bekommen hatte. Das Vereinigte Königreich hat beim Hersteller Astra Zeneca 100 Millionen Dosen bestellt – genug, um 50 Millionen Menschen zu impfen.

Der Impfstoff wurde von der Universität Oxford und Astra Zeneca in den ersten Monaten des Jahres 2020 entwickelt, im April an einem ersten Probanden getestet und hat seitdem groß angelegte klinische Studien mit Tausenden von Menschen durchlaufen.

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Hoffnungsträger – allerdings mit Unregelmäßigkeiten

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Auf dem Impfstoff ruhen große Hoffnungen, weil er vergleichsweise günstig ist und nicht bei extrem niedrigen Temperaturen aufbewahrt werden muss, wie es bei dem Konkurrenzprodukt der Firmen Biontech und Pfizer der Fall ist. Allerdings gab es bei der Studienlage Unregelmäßigkeiten. Zunächst hatte der Hersteller die Wirksamkeit des Impfstoffs mit 70 Prozent angegeben. In einem weiteren Test wurde den Testpersonen einer kleinen Gruppe dann aus Versehen zunächst eine halbe Dosis und einen Monat später eine volle Dosis des Impfstoffes verabreicht. Bei ihnen lag die Wirksamkeit dann bei 90 Prozent.

Der Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr wichtig.

RND/tmo/dpa

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