Jena führt als erste Stadt Mundschutzpflicht in Supermärkten und Bussen ein

  • In der Corona-Krise wird das Tragen von Mundschutz in einigen Thüringer Kommunen zur Pflicht.
  • Jena nimmt eine Vorreiterrolle ein. Dort muss ab Montag ein Atemschutz in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden.
  • Inzwischen rät auch das Robert-Koch-Institut zum Bedecken von Mund und Nase.
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Jena/Nordhausen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird in Jena ab Montag (6. April) das Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen Pflicht. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Nach Angaben der Stadt ist dabei aber kein medizinischer Mundschutz nötig - es reichen selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken.

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Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es. Ab Freitag (10. April) wird die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet. Im Freien muss in der Öffentlichkeit kein Mundschutz getragen werden.

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Anleitung: Mund-Nasen-Bedeckung zum selber nähen
1:34 min
Mundschutz ist vielerorts knapp, also nähen manche Menschen selbst. Hier eine Anleitung.  © RND/Mario Sadlau

RKI weitet Empfehlungen aus

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Jena gilt bundesweit als Vorreiter bei diesen Vorgaben. Inzwischen empfiehlt auch das Robert-Koch-Institut (RKI) das Tragen von Mundschutz. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, heißt es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

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Jena ist nicht die einzige Kommune in Thüringen, die Vorgaben zum Tragen von Mundschutz verschärft. So führt auch der Kreis Nordhausen schrittweise eine Mundschutzpflicht in Geschäften, Bussen und Taxis ein. Ab Montag gilt dies zunächst als Empfehlung, nach Ostern wird es laut jüngster Allgemeinverfügung zur Pflicht. Ladeninhaber und Busfahrer könnten Personen ohne Mund-Nasen-Schutz dann den Zutritt verweigern. "Ich hoffe, dass es uns damit perspektivisch gelingt, wieder mehr Läden in Zukunft öffnen zu können, wenn wir uns alle mit diesen einfachen Mitteln schützen", erklärte Landrat Matthias Jendricke (SPD).

RND/dpa

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