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Newsletter „Die Pandemie und wir“

Infiziert und wieder infiziert

Wenn der Test immer negativ ist, ist das einfach nur Glück?

Liebe Leserinnen und Leser,

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eines ist nach zwei Jahren Pandemie völlig klar: Fair ist das Coronavirus nicht. Das ist natürlich keine Absicht. Ein Virus hat schließlich in dem Sinne keine Agenda oder gar einen Plan. Aber trotzdem trifft es eben nicht jeden gleich. Das wird zum Beispiel ersichtlich, wenn man einen Blick auf die Zahlen wirft: Rund 23 Millionen Corona-Infektionen hat das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie in Deutschland gezählt. Doch das heißt eben nicht: 23 Millionen Menschen in Deutschland hatten bereits Corona. Denn darunter befinden sich zahlreiche Menschen, die inzwischen ihre zweite, ja vielleicht sogar ihre dritte Infektion durchmachen. Andere dagegen sind bisher völlig unbescholten durch die Pandemie gekommen. Wie kann das sein?

„Die Erwachsenen, die sich noch nicht mit Covid-19 infiziert haben, sind diejenigen, die zwischenmenschliche Probleme haben“, mutmaßte der Vizepräsident der Koreanischen Impfgesellschaft vor einigen Wochen auf Facebook. „Wer noch kein Corona hatte, hat keine Freunde“ – lauteten daraufhin die entsprechenden weltweiten Schlagzeilen. Ganz so einfach ist es wohl nicht. Wahrscheinlicher ist, dass eine Mischung aus vielen Faktoren Anteil hat: Immunschutz, das Beachten der Corona-Maßnahmen oder auch Faktoren, die das individuelle Risiko zu erkranken, erhöhen oder senken (RND+).

Am Ende ist die Diskussion aber auch müßig. Ob man an Corona erkranken wird – und wenn ja, wie schlimm – das kann man im Einzelfall überhaupt nicht voraussagen. Daher hilft nur: Wer eine Infektion vermeiden will, sollte weiter vorsichtig sein und zum Beispiel im Supermarkt eine Maske tragen. Wie es dagegen zu Reinfektionen kommt und warum sie in der Omikron-Welle häufiger geworden sind, erklären wir in unserer Rubrik „Erkenntnis der Woche“.

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Blieben Sie stark!

Anna Schughart

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Erkenntnis der Woche

Schon wieder Corona? Eine Reinfektion ist aktuell keine Seltenheit mehr. In Deutschland werden Zahlen dazu zwar nicht erhoben. Aber ein Blick nach England zeigt: Bis Ende März gab es dort mehr als 804.000 Reinfektionen – die Tendenz war mit Aufkommen der Omikron-Variante sprunghaft gestiegen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass es eine gewisse Korrelation zwischen dem Risiko einer erneuten Corona-Infektion und dem Krankheitsverlauf gibt. Je milder eine Ansteckung mit dem Virus verläuft, desto weniger Antikörper bilden sich. Menschen, die sich schon einmal mit dem Coronavirus angesteckt haben, erkranken im Fall einer Reinfektion jedoch grundsätzlich milder.

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Was sich in diesen Tagen auch zeigt: Man kann sich auch mehrmals mit der gleichen Variante infizieren. Das zeigt eine US-amerikanische Studie von Ende Januar, die noch von unabhängigen Expertinnen und Experten überprüft werden muss. Auch schützt eine Infektion mit der Omikron-Variante BA.1 nicht unbedingt besser gegen die Variante BA.2 – die derzeit in Deutschland dominiert, erklärt meine Kollegin Laura Beigel.

 

Pandemie in Zahlen

Corona-Zahlen 14.4.22

Corona-Zahlen 14.4.22

 

Alltagswissen

Aktuell erkranken viele Menschen nur leicht an Corona. Sie klagen dann etwa über leichtes Fieber, eine laufende Nase oder Halsschmerzen. Doch wie lange können diese Symptome andauern – und wann sollte man vorsichtig sein? „Ein leichter Verlauf muss sich anfühlen wie eine Erkältung. Alles, was darüber ist, wenn man sich also richtig krank fühlt: Da sollte man den Hausarzt konsultieren“, rät der Allgemeinmediziner Martin Scherer.

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Doch wann hat man es überstanden? „Wenn ich sieben, acht Tage daheim war, die Symptome abgeklungen sind und ein Schnelltest negativ ist, kann ich davon ausgehen, dass ich durch bin“, sagt Scherer. Auch die Johns-Hopkins-Universität gibt als Richtwert an, dass sich Menschen mit einer milden Covid-19-Erkrankung in der Regel nach etwa ein bis zwei Wochen erholen (RND+).

 

Zitat der Woche

Sie können sich mit Maske also in der gleichen Situation zehn- bis hundertmal so lange aufhalten, bis die gleiche Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung erreicht ist.

Eberhard Bodenschatz,

Aerosolforscher, erklärt im RND-Interview, warum es weiterhin Sinn hat, eine Maske zu tragen.

 

Forschungsfortschritt

Die Boosterimpfung schützt nicht nur einen selbst, sondern auch andere, das zeigt eine Studie aus der Schweiz. Demnach sind Corona-Geimpfte bei einer Durchbruchsinfektion nicht nur vor schwerer Erkrankung gut geschützt, sie sind auch weniger ansteckend als Ungeimpfte. Anders als bei der Delta-Variante sind bei der Omikron-Variante allerdings drei Impfdosen nötig, um die Menge infektiöser Viruspartikel wirksam zu senken. Unklar bleibt dagegen weiter, ab welcher Menge nachgewiesener Viruspartikel ein Infizierter überhaupt ansteckend ist.

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Pandemie im Ausland

So sieht es in einem provisorischen Covid-Krankenhaus in Shanghai aus.

So sieht es in einem provisorischen Covid-Krankenhaus in Shanghai aus.

Hunger, Isolation, Verzweiflung und Angst: Der Lockdown in Shanghai löst unvorstellbares Leid aus. Für Menschen aus dem Ausland ist es jedoch teils schwierig, an gesicherte Informationen zu gelangen, etwa was genau in den riesigen Quarantänezentren der chinesischen Stadt vor sich geht.

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Einen einmaligen Einblick konnte nun der italienische Staatsangehörige Alessandro Pavanello vermitteln. Eigentlich hatte der junge Mann seine Corona-Infektion schon überstanden, da stand plötzlich die chinesische Seuchenbehörde vor seiner Tür. Für den jungen Mann begann eine Odyssee. Auf Instagram lässt der Mann aus Italien die Weltöffentlichkeit an seinem Alltag in einem Shanghaier Quarantänezentrum teilhaben (RND+).

 

Was kommt

Varianten und kein Ende in Sicht: Die WHO beobachtet derzeit einige Infektionsfälle mit den Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5. Sie seien in Südafrika und in einigen europäischen Ländern nachgewiesen worden, sagte die WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Beide wiesen teils andere Charakteristika als andere Omikron-Varianten auf. Fachleute untersuchen, ob BA.4 und BA.5 sich schneller als andere Viruslinien ausbreiteten, ob sie sich im Hinblick auf den Krankheitsverlauf von anderen unterscheiden und wie Impfstoffe dagegen wirken.

Über die Eigenschaften der Varianten ist noch wenig bekannt. Expertinnen und Experten geben aber vorsichtige Entwarnung: In Südafrika gebe es aufgrund der neuen Subtypen keine größere Zunahme von Infektionsfällen, Krankenhauseinweisungen oder Todesfällen.

 

Was die Pandemie leichter macht

Hefekranz, Osterzopf oder Bienenstich: Aus Hefeteig lassen sich zahlreiche Leckereien backen.

Hefekranz, Osterzopf oder Bienenstich: Aus Hefeteig lassen sich zahlreiche Leckereien backen.

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An Ostern wird gern und viel gebacken: Der Klassiker ist natürlich der Osterzopf, aber auch andere Hefegebäcke sind beliebt. Ob für den Osterzopf, einen Kranz oder für das Frühstücks­brötchen: Aus einem einfachen Grundrezept kann ganz unterschiedliches Gebäck entstehen. Wie dieser perfekte Hefeteig gelingt und was sich damit alles zubereiten lässt, hat RND-Autorin Maren Schulze zusammengefasst.

Ein Tipp: Nicht nervös werden, wenn der Teig nicht so richtig aufgehen will. Stattdessen kann man den Teig noch einmal zusammen­schlagen oder eine halbe Minute durchkneten und die Temperatur überprüfen.

 

Was sonst noch wichtig ist

Sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen, kann dabei helfen, die Klimaangst zu bewältigen.

Sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen, kann dabei helfen, die Klimaangst zu bewältigen.

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Viele Menschen haben Angst vor dem Klimawandel und seinen Folgen – zu Recht. Was gemeinhin auch als Klimaangst bezeichnet wird, sei eine normale, emotionale Reaktion und keine psychologische Störung, sagen Psychologinnen und Psychologen „Klimaangst kann sich auch so äußern, dass man exzessiv nach Informationen zur Klimakrise sucht“, erklärt Katharina van Bronswijk, Sprecherin der Bewegung „Psychologists for Future“. Genauso kann Klimaangst dazu führen, dass Nachrichten und Neuigkeiten zum Klimawandel gemieden beziehungsweise verdrängt werden, „weil man sagt: ‚Das ist so unangenehm, da möchte ich mich nicht mit beschäftigen‘.“

Besonders betroffen sind unter anderem Kinder und Jugendliche, die ohnehin besonders viel über ihre Zukunft nachdenken. Das Phänomen muss zwar noch weiter erforscht werden, aber fest steht schon jetzt: Je stärker die Menschen die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen, desto verbreiteter werden Phänomene wie Klimaangst werden. „Ich glaube, dass es schwerer wird, das Thema zu verdrängen“, sagt Psychologin van Bronswijk.

Falls Sie Anregungen oder Kritik haben, melden Sie sich gerne direkt bei unserem Redaktionsteam: magazin@rnd.de Wir freuen uns!

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