In Mecklenburg-Vorpommern impfen nun Hausärzte gegen das Coronavirus

  • Insgesamt zehn Arztpraxen im Landkreis Norwestmecklenburg impfen ab sofort einmal in der Woche Senioren gegen Corona.
  • Damit geht Mecklenburg-Vorpommern neue Wege bei der Organisation der Schutzimpfungen.
  • Ein Ziel ist, älteren Menschen kurze Wege zum Impfen zu bieten.
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Wismar. Mecklenburg-Vorpommern geht bei den Corona-Schutzimpfungen neue Wege und lässt Senioren auch in Hausarztpraxen impfen. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, handelt es sich dabei um ein Pilotprojekt. Zunächst einmal pro Woche sollen in insgesamt 10 Arztpraxen des Landkreises Nordwestmecklenburg je nach bereitstehender Impfstoffmenge jeweils bis zu 24 Menschen geimpft werden.

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Menschen über 80 impfen

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Ziel sei es, insbesondere älteren Bewohnern ländlicher Regionen kurze Wege zum Impfen zu gewährleisten, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch beim Besuch einer Landarztpraxis in Neuburg bei Wismar. Initiator dieses Vorstoßes war der Allgemeinmediziner Fabian Holbe, der zusammen mit weiteren Landärzten zuvor in Impfteams Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen geimpft hatte.

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Laut dem NDR sollen zunächst Menschen, die älter als 80 Jahre sind, in den Hausarztpraxen geimpft werden. Impftermine für die Hausarztpraxen würden sie ebenfalls über die Landes-Hotline vereinbaren können.

Impfstoff aus Impfzentren liefern

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Zum Prozedere: Eine Impfung würden die Senioren außerhalb der normalen Sprechzeiten bekommen. Den Impfstoff und das Material lieferte der Landkreis den Hausarztpraxen aus den Impfzentren. Mecklenburg-Vorpommern hat mit knapp 3,6 Prozent die bundesweit höchste Impfquote. Rund 1,61 Millionen Menschen leben in dem Bundesland. Mecklenburg-Vorpommern zählt mit einer Dichte von 69 Bürgerinnen und Bürger je Quadratkilometer als das am dünnsten besiedelte Bundesland Deutschlands.

RND/dpa/saf

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