• Startseite
  • Gesundheit
  • Impfstart in Deutschland: Seniorin in Halberstadt erhält als erste das Biontech-Vakzin

Erste Seniorin in Deutschland geimpft: 101-Jährige erhält den Corona-Impfstoff

  • Noch vor dem offiziellen Beginn ist die erste Seniorin gegen das Coronavirus geimpft worden.
  • In einem Seniorenheim in Sachsen-Anhalt erhielt sie das Vakzin von Biontech und Pfizer.
  • Am Sonntag sollen dann die Impfungen an vielen Orten in Deutschland beginnen.
Anzeige
Anzeige

In Halberstadt (Landkreis Harz) haben am Samstag bereits die Corona-Impfungen begonnen. Im Seniorenzentrum Krüger wurde die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla als erste Bewohnerin geimpft. Beobachtern zufolge nahm sie den Piks gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen.

Video
Spahn: „Wir starten die Impfkampagne mit großen Schritten“
1:34 min
Der Bundesgesundheitsminister sprach am zweiten Weihnachtsfeiertag, einen Tag vor Impfbeginn in Deutschland und in der EU.  © Reuters

Der Landkreis habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger. „Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel“, sagte er. Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zehn Mitarbeitende impfen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Das Land Sachsen-Anhalt hatte am Samstagmorgen die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen in Empfang genommen und sie gleich weiterverteilt an die Landkreise und kreisfreien Städte. Der offizielle Impfbeginn ist für Sonntag geplant.

Anzeige

Europaweiter Impftag am Sonntag – zuerst werden Menschen über 80 und Pflegekräfte geimpft

Der Bund hat an diesem Samstag mehrere Zehntausend Dosen der Firma Biontech an insgesamt 27 Standorte liefern lassen. Von dort aus wurden sie an Impfzentren und mobile Teams verteilt. Am Sonntag sollen nicht nur deutschland-, sondern europaweit im Rahmen des europäischen „V-Day“ (Vaccine Day/Impftag) die ersten Impfungen verabreicht werden. Die Terminvergabe in Deutschland wird in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt, sie sind außerdem für die Lagerung und die Beschaffung von Impfzubehör wie Lösungsmittel, Spritzen und Kanülen zuständig.

Anzeige


Allgemein gilt jedoch: Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden, in einer weiteren Stufe Ältere zwischen 75 und 79 Jahren, Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung in Einrichtungen, dort tätiges Personal und Menschen mit Downsyndrom. Folgen sollen 70- bis 74-Jährige, Menschen nach Organtransplantationen, Bewohner und Personal in Gemeinschaftsunterkünften – etwa Minderjährige, Asylsuchende, Obdachlose und enge Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen.

Dann folgen im Corona-Impfung-Zeitplan Ältere zwischen 65 und 69 Jahren, Lehrkräfte, Erzieherinnen, Inhaftierte, Saisonarbeiter, Beschäftigte in Verteilzentren oder der fleischverarbeitenden Industrie, weiter 60- bis 64-Jährige, Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen sowie Mitarbeiter im Einzelhandel, der Polizei, der Feuerwehr oder des ÖPNV.

Anzeige

Zu denen, die in der Reihenfolge beim Impfen gegen das Coronavirus zuletzt berücksichtigt werden, gehören im Allgemeinen Menschen unter 60 Jahre, die weder Vorerkrankungen haben noch mit Risikopatienten in Kontakt kommen oder berufsbedingt viele Menschen treffen.

Das entspricht etwa 45 Millionen Menschen. Für Kinder gibt es bisher keine Daten und deshalb keine dezidierten Impfempfehlungen.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen