Impfkommission befürwortet Aufhebung der Priorisierung

  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Impfempfehlung zu Covid-19 geändert.
  • Ein stufenweises Vorgehen sei auf nationaler Ebene nicht mehr notwendig.
  • Seit dem 7. Juni ist die streng festgelegte Reihenfolge bei der Corona-Impfung bundesweit aufgehoben.
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Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich für eine Aufhebung der Priorisierung bei den Covid-19-Impfungen ausgesprochen. Die Impfung gegen Covid-19 solle allen Menschen ab dem Alter von 18 Jahren angeboten werden, teilt die Impfkommission mit. Aufgrund des Fortschritts in der Impfkampagne und zunehmender Verfügbarkeit der Impfstoffe sei ein stufenweises Vorgehen (Priorisierungsempfehlung) auf nationaler Ebene nicht mehr notwendig. Sie biete, so heißt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts, „keine Vorteile hinsichtlich der Prävention von schweren Verläufen und Todesfällen auf Bevölkerungsebene mehr“.

Impfpriorisierung seit Anfang Juni aufgehoben

Seit dem 7. Juni ist die streng festgelegte Reihenfolge bei der Corona-Impfung bundesweit aufgehoben. Mit dem Ende der sogenannten Priorisierung haben alle Menschen ab zwölf Jahren zumindest theoretisch die Möglichkeit, einen Impftermin zu bekommen.

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Die Stiko betont aber, dass noch nicht geimpfte Erwachsene, „die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben oder die arbeitsbedingt besonders exponiert sind oder die engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben, weiterhin bei der Vergabe von Impfterminen bevorzugt“ zu berücksichtigen seien.

Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent). Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag hervor (Stand: 11.42 Uhr). Mehr als 43,4 Millionen Menschen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein am Mittwoch wurden 1.267.717 Impfdosen verabreicht.

RND/asu/dpa

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