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  • Impf-Bereitschaft in Deutschland: Bald kommt die Zulassung - doch immer weniger Menschen wollen sich impfen lassen

Je näher die Zulassung rückt: Immer weniger Menschen möchten sich impfen lassen

  • Weniger als die Hälfte der Deutschen möchte sich gegen das Coronovirus impfen lassen, hat eine aktuelle Umfrage ergeben.
  • Das Interesse an einer Impfung hat seit der ersten Welle im Frühjahr immer weiter abgenommen.
  • Die Nachfrage nach dem Impfstoff wird das Angebot zunächst dennoch deutlich übersteigen.
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Hannover. Ein erster Impfstoff gegen das Coronavirus könnte schon bald in Deutschland verfügbar sein. Die Zulassung des Vakzins von Biontech und Pfizer wird für Anfang kommender Woche erwartet. Gleichzeitig sind sich immer weniger Menschen darüber im Klaren, ob sie sich überhaupt impfen lassen wollen.

Für das Projekt Covid-19-Snapshot-Monitoring (Cosmo) werden seit Beginn des Corona-Ausbruchs Umfragen durchgeführt. Die aktuellsten Ergebnisse zum Thema Impfen stammen aus der zweiten Dezemberwoche. 1379 Umfrageteilnehmer wurden gefragt, ob sie sich gegen Covid-19 impfen lassen würden, wenn sie nächste Woche die Möglichkeit dazu hätten. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (48 Prozent) beantwortete die Frage mit (eher) ja. Der Wunsch, sich impfen zu lassen, hatte dabei im Verlauf des Jahres immer stärker abgenommen. Während der ersten Welle im Frühjahr hatten noch 79 Prozent der Befragten angegeben, sich impfen lassen zu wollen.

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Sicherheit der Impfung war Befragten besonders wichtig

Die Teilnehmer waren auch gefragt worden, welche Gründe bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine Impfung ein Rolle spielten. Personen, die sich impfen lassen wollten, hatten eher Vertrauen in die Sicherheit der Impfung und waren eher der Überzeugung, dass schwere Impfnebenwirkungen durch den Staat versorgt und behandelt würden. Als Motivation, sich impfen zu lassen, nannten 52 Prozent den erhofften Schutz für die eigene Gesundheit und 24 Prozent die Hoffnung, dass die geltenden Einschränkungen aufgehoben würden. Die übrigen Befragten nannten andere Motive.

Umfrageteilnehmer, die sich nicht impfen lassen wollten, gaben häufiger an, Nutzen und Risiken der Impfung gegeneinander abzuwägen. Und sie befürchteten öfter, dass Impfnebenwirkungen nicht offen gelegt würden. Das Vertrauen in die Sicherheit eines neuen Corona-Impfstoffs sank zuletzt laut Covid-19-Snapshot-Monitoring auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung.

Nachfrage wird Angebot übersteigen

Für eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL waren am 15. und 16. Dezember 1004 Menschen zum Thema Impfung befragt worden. Die Ergebnisse fielen ähnlich aus. Dabei gaben 47 Prozent der Befragten an, sie würden sich sofort impfen lassen, wenn sie die Möglichkeit hätten. 40 Prozent der Befragten sagten hingegen, sie würden „lieber erst einmal abwarten“ und 10 Prozent wollen sich laut der Forsa-Umfrage nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das Hamburg Center for Health Economics hatte im November die Impfabsicht in mehreren europäischen Ländern verglichen. Mit damals noch 57 Prozent Interesse an einer Impfung lag Deutschland dabei im Mittelfeld. Die Absicht, sich impfen zu lassen, hatte dabei seit der ersten Welle auch in den anderen Ländern abgenommen.

Auch wenn sich nun weniger Menschen impfen lassen wollen, als noch vor einigen Monaten: Die Nachfrage nach einer Impfung dürfte zunächst das Angebot deutlich übersteigen. Längst nicht für jeden, der sich impfen lassen möchte, werden sofort Impfdosen zur Verfügung stehen. Daher soll die Impfung zunächst ohnehin nur den Personen angeboten werden, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung haben.

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