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Wie bitte?!

Ernsthafte Gefahr für die Ohren: Studie untersucht Nutzung von Kopfhörern

Maximal 15 Minuten am Tag über 100 Dezibel – das empfiehlt die WHO.

Maximal 15 Minuten am Tag über 100 Dezibel – das empfiehlt die WHO.

In der Straßenbahn, auf einem Spaziergang oder zu Hause: Mit Musikstreamingdiensten wie Spotify und Apple Music ist die Musik heutzutage immer dabei. Besonders junge Menschen hören ihre Lieblings­künstlerinnen und ‑künstler mit Kopfhörern – und zwar offenbar viel zu laut, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausgefunden haben.

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Junge Menschen überlasten ihr Gehör zu oft

In einer Studie haben Forschende aus der Schweiz, Schweden und den USA Daten von mehr als 19.000 Probandinnen und Probanden zwischen zwölf und 34 Jahren aus 33 Peer-Review-Studien zum Hörverlust ausgewertet, die zwischen den Jahren 2000 und 2001 erhoben wurden. Mit dem Ergebnis: Der Großteil hört die Musik über Kopfhörer so laut, dass Folgeschäden für das Gehör möglich sind.

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Rund ein Viertel der Nutzenden von Kopfhörern hört durchschnittlich mit mehr als 105 Dezibel Musik, heißt es in der Studie. In etwa so hoch ist die Lautstärke auch in Vergnügungsstätten wie Restaurants, Bars oder Clubs. Für einen kurzen Zeitraum sei dies auszuhalten, über längere Zeiträume kann eine Überbelastung allerdings zu Hörschäden führen.

Den Großteil der Zeit sollte die Lärmbelastung den Forschenden zufolge nur etwa 80 Dezibel betragen – so laut, wie es etwa an einem Arbeitsplatz ist. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass Musik über 100 Dezibel nicht länger als eine Viertelstunde am Tag gehört werden sollte.

Dauerhafte Hörschäden befürchtet

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele junge Menschen Gefahr laufen könnten, einen dauerhaften Hörverlust zu entwickeln“, heißt es in dem Paper. Bereits wenn man wenige Male „unsicher“ Musik hört, kann dies zu Schäden am Gehör führen, die sich den Forschenden zufolge etwa durch einen vorübergehenden oder dauerhaften Tinnitus oder sogar durch eine Veränderungen des Gehörs äußern. Die Schäden durch zu lautes Hören von Musik über Kopfhörer können sich im Laufe des Lebens verstärken, und bereits eine frühere Lärmbelastung kann Menschen anfälliger für einen altersbedingten Hörverlust machen.

Die Forschenden fordern daher eine intensivere Aufklärungsarbeit seitens der Politik. „Die Bedeutung der Prävention von Hörverlusten gewinnt auf der globalen Agenda immer mehr an Bedeutung“, schreiben sie. Auch die WHO hat bereits umfassende Materialien zur Verfügung gestellt, um die Entwicklung und Umsetzung der Politik zu unterstützen.

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Wer sein Gehör schützen möchte, sollte demnach die Musik nicht mit mehr als 85 Dezibel hören. Um die Lautstärke zu überprüfen, können Sie den eingeschalteten Kopfhörer etwa eine Armlänge von Ihrem Ohr weghalten. Hören Sie die Musik immer noch deutlich, ist sie zu laut. Moderne Smartphones können bei bestimmten Kopfhörermodellen die Lautstärke selbst einschätzen und benachrichtigen Sie, wenn die Musik zu laut ist. In Clubs oder auf Konzerten können Ohrstöpsel das Gehör schützen, empfiehlt die WHO.

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