Hier läuft’s rund: Elektrische Zahnbürsten im Test

  • Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten in unterschiedlichen Preisklassen getestet.
  • In der Gesamtwertung schnitten neun von elf Geräten „gut“ ab.
  • Auffallend: Der Preis einer Elektrozahnbürste sagt nichts über ihre Qualität aus.
Michèle Förster
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On manuell oder vollautomatisiert: An der Frage nach der perfekte Zahnbürste scheiden sich die Geister. Elektrische Zahnbürsten reinigen angeblich besser – und nicht nur das: Sie rotieren, vibrieren, schwingen und können sogar Musik abspielen. Stiftung Warentest hat elf dieser Modelle getestet und keine gravierenden Unterschiede in der Qualität festgestellt.

Gesamtbewertung: Die meisten Zahnbürsten schneiden gut ab

Die Stiftung Warentest hat elf elektrische Zahnbürsten auf ihre Leistungsfähigkeit und Reinigungskraft getestet. Im Rennen waren Elektrozahnbürsten bis 100 Euro, von oszillierend-rotierenden Modellen bis vibrierenden Schallzahnbürsten. Von den elf Modellen erhielten neun die Note „Gut“, die restlichen schnitten mit „Befriedigend“ ab. Neben dem Reinigungsergebnis wurden außerdem Akkulaufzeit, Reisetauglichkeit und Handhabung bewertet.

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Macht es einen Unterschied, ob die Zahnbürste vibriert oder rotiert? Laut Stiftung Warentest ergaben sich auch in diesem Produktvergleich keine eindeutigen Vorteile der einen oder anderen Methode.

Braun überzeugt, Philips Schlusslicht

Spitzenreiter im Warentest-Ranking ist die Oral-B Pro 900 von Braun. Mit einer Gesamtwertung von 1,9 („Gut“) führt das 95 Euro teure Modell die Liste konkurrenzlos an. Die rotierende Zahnbürste konnte besonders durch eine gründlichen Reinigung überzeugen. Außerdem wurde der Akku der Elektrozahnbürste einem Härtetest unterzogen: Im Dauerbetrieb wurden drei Jahre Laufzeit simuliert, um herauszubekommen, ob die Akkus an Power verlieren. Das Ergebnis: Die Betriebsdauer verkürzte sich nur um wenige Minuten.

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Mit der Gesamtnote 3,2 („Befriedigend“) am schlechtesten schnitt die Sonicare 4500 von Philips ab. Die 88 Euro teure Schallzahnbürste überzeugte zwar noch in der Handlichkeit und Timerfunktion, doch bei der Entfernung von Zahnbelägen konnte das Modell nicht mit anderen mithalten.

In der Wertung nur knapp hinter dem Testsieger findet sich außerdem ein günstiges Drogeriemodell. Damit zeigt sich: Der Preis ist bei Elektrozahnbürsten nicht entscheidend, es kommt vor allem auf die Leistung an.

Der Preis spielt keine Rolle

Mit der Nevadent-Zahnbürste von Lidl ist auch eine günstige Discounter-Variante im Test vertreten. Für gerade einmal 8 Euro ist dieses Modell am erschwinglichsten, allerdings ist die Aktionsware aktuell nicht erhältlich. Die Nevadent ist nicht nur das einzige batteriebetriebene Gerät unter den elektrischen Zahnbürsten, sondern mit Abstand auch die günstigste. Mit ihren zwei Batterien bringt es das Modell auf eine Laufzeit von sechseinhalb Stunden.

Weil die handliche Zahnbürste auch auf Reisen ein guter Begleiter und das Auswechseln der Batterien denkbar einfach ist, räumte sie im Produkttest die Note 2,2 („Gut“) ab.