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Virologe Streeck: Staatsanwälte lehnen Ermittlungen wegen Heinsberg-Studie ab

Hendrik Streeck hatte für eine Studie die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg untersucht, einem der ersten deutschen Corona-Hotspots.

Hendrik Streeck hatte für eine Studie die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg untersucht, einem der ersten deutschen Corona-Hotspots.

Düsseldorf. Nach Eingang einer Strafanzeige gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck im Zusammenhang mit der sogenannten Heinsberg-Studie werden keine Ermittlungen aufgenommen. „Wir haben die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt“, sagte der Bonner Staatsanwalt Sebastian Buß am Freitag. Man habe das Schreiben „unter jedem denkbaren strafrechtlichen Gesichtspunkt“ geprüft und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen.

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Streeck hatte für die Studie die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg untersucht, einem der ersten deutschen Corona-Hotspots. Sie sorgte für Aufsehen aber auch Kritik an der Methodik und der Begleitung durch eine PR-Agentur. Über die Ablehnung von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft hatte zuvor auch die „Rheinische Post“ berichtet.

Bonner Staatsanwaltschaft hat das Schreiben geprüft

Nach Informationen des „General-Anzeigers“ war bei der Bonner Polizei eine Strafanzeige gegen Streeck eingegangen. Die Bonner Staatsanwaltschaft, der das Schreiben ebenfalls seit Donnerstagmorgen vorlag, hatte zunächst eine Prüfung des Schreibens angekündigt. Erst in einem weiteren Schritt entschied die Staatsanwaltschaft dann, ob überhaupt Ermittlungen aufgenommen werden.

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In dem Schreiben sagte der Verfasser über sich selbst, er sei Wissenschaftler. Auf über 100 Seiten formuliert er Vorwürfe: Streeck soll unter anderem Studienergebnisse erfunden und falsche Angaben gemacht haben. So habe er etwa einen Zusammenhang zwischen der Schwere einer Corona-Erkrankung, Hygienemaßnahmen und der Viruskonzentration hergestellt, den es gar nicht gibt. Der Anzeigensteller wirft Streeck außerdem vor, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen getäuscht zu haben, um Drittmittel für die Studie einzuholen, berichtet „Capital“.

RND/dpa

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