Hausärzte fordern: Corona-Impfungen „endlich den Ärzten überlassen“

  • Der Deutsche Hausärzteverband fordert, die Impfungen in den Impfzentren auslaufen zu lassen.
  • Stattdessen sollen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte diese Aufgabe übernehmen.
  • Die Praxen könnten dem Verband nach „sofort mit dem Impfen loslegen“.
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Berlin. Hausärzte sollen nach den Vorstellungen ihres Verbandes künftig komplett anstelle von Impfzentren gegen Covid-19 immunisieren. „Man mag die jetzt dort noch gebuchten Impftermine ja abarbeiten, aber parallel dazu muss das Feld der Impfungen endlich den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten überlassen werden“, sagte Verbandspräsident Ulrich Weigeldt der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag). „Die Praxen könnten sofort mit dem Impfen loslegen“, betonte er. Er forderte, die Impfungen in den Impfzentren auslaufen zu lassen und schnellstmöglich den Arztpraxen zu übertragen.

Der Fachminister-Empfehlung zufolge sollen die Impfzentren im April pro Woche mit 2,25 Millionen Dosen beliefert werden. Darüber hinaus verfügbare Impfstoffe sollen „frühestmöglich“ an Praxen gehen. Im Bundesgesundheitsministerium hieß es, für einen Start in den Praxen brauche es eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff. Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten.

Hausärzte „erschüttert und fassungslos“ über Impfstart

Weigeldt sagte, die Hausärzte seien erschüttert und fassungslos darüber, dass „der längst überfällige Impfstart in unseren Praxen nun weiterhin auf die lange Bank geschoben“ werde. „Derweil liegen Millionen Impfstoffdosen ungenutzt herum in kostenintensiven Impfzentren, deren Anonymität gerade ältere Menschen scheuen.“

RND/dpa

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