Hamburg: Impfpriorisierung ab jetzt auch für Supermarktbeschäftigte

  • Die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels sorgen für die Versorgung der Menschen – trotz Infektionsgefahr.
  • In Hamburg sollen sie jetzt Impfschutz erhalten.
  • An der Priorisierung hält die Hansestadt bis auf Weiteres fest.
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In Hamburg sind ab sofort auch die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels zum Impfen aufgerufen. Damit könnten rund 21 000 weitere Personen ab sofort Termine für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Entsprechend viele Termine würden bereitgestellt und könnten telefonisch unter 116 117 oder online unter www.terminservice.de gebucht werden. Die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels sind Teil der sogenannten Priorisierungsgruppe 3, die bislang noch nicht vollständig zum Impfen aufgerufen wurde.

Trotz intensiver Diskussionen um eine Freigabe der Priorisierung halte Hamburg vorerst an der nach Gefährdung festgelegten Reihenfolge fest, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Schon im Sommer werde es aber auch in der Hansestadt so sein, dass allen ein Impfangebot gemacht werden könne. „Wir sind jetzt auf den letzten Metern der Impfpriorisierung. Trotzdem sollten wir klar vor Augen behalten: Diese Priorisierung ist kein politischer Kompromiss, sondern eine Empfehlung von unabhängigen Wissenschaftlern und Ärzten.“

Priorisierung bleibt bestehen

Diejenigen mit der höchsten Gefährdung müssten auch als erstes geschützt werden. „Es geht nicht nur darum, wer sich selbst am wichtigsten nimmt oder im Einzelfall auch gute Gründe haben mag, schnell an eine Schutzimpfung zu kommen“, sagte sie. „Es geht darum, wer erkrankt ist oder durch seine Tätigkeit ein hohes Risiko hat. Und deswegen werden wir in Hamburg jetzt als nächstes denjenigen priorisiert eine Schutzimpfung anbieten, die jeden Tag für uns an der Kasse sitzen und Regale einräumen und bei ihrer Arbeit Kontakte haben.“

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Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel seien wichtig für die Versorgung, „und wer das anerkennt, sollte Ihnen auch diese Impfung mit Priorität nicht neiden“, sagte die Senatorin. Weitere Gruppen würden zum Impfen aufgerufen, „sobald die Impfstoffmengen das zulassen“.

RND/dpa

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