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Großveranstaltungen abgesagt: So ist das Leben in Italiens abgeriegelten Städten

  • Italien hat elf Städte im Norden des Landes abgeriegelt, um eine Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus zu verhindern.
  • Zusätzlich wurden Großveranstaltungen wie der Karneval in Venedig oder Fußballspiele abgesagt.
  • Auch das Auswärtige Amt steht in Kontakt mit den Behörden vor Ort.
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Rom. Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. “Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen”, hieß es am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen

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Um die weitere Ausbreitung im wirtschaftlich wichtigen Norden des Landes zu unterbinden, werden die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt. Für die Bewohner bedeutet das: Der Besuch bei Verwandten muss verschoben werden, auch Fußballspiele der italienischen Serie A fallen aus.

In den Orten sind nicht nur Schulen und Kindergärten, sondern auch Museen und viele Geschäfte geschlossen. Der Karneval von Venedig, der eigentlich noch bis Dienstag läuft, und auch alle Sportevents in der italienischen Region Venetien sollen wegen des Coronavirus gestoppt werden.

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Coronavirus: Italien isoliert zwölf Städte
1:16 min
Aus Furcht vor dem neuartigen Coronavirus sind in Norditalien elf Städte mit insgesamt 52.000 Einwohnern isoliert worden.  © AFP

Am Sonntagnachmittag noch laufende Veranstaltungen gingen laut Regionalpräsident Luca Zaia weiter, ab Sonntagabend werde es keine öffentlichen Großveranstaltungen mehr geben. Zudem sollen alle Züge und öffentlichen Verkehrsmittel, inklusive der Wasserbusse in Venedig, desinfiziert werden.

Ungeachtet drastischer Maßnahmen zur Eindämmung ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien unvermindert gestiegen. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst. Allein in der Lombardei waren rund 90 Infektionen nachgewiesen.

RND/mf/dpa

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