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Großbritannien: Immer mehr Fälle mit in Indien entdeckter Corona-Variante bestätigt

  • In Großbritannien werden immer mehr Menschen positiv auf die in Indien entdeckte Corona-Variante getestet.
  • Inzwischen gebe es laut Gesundheitsministerium landesweit mehr als 2000 bestätigte Fälle.
  • Minister Hancock legt deswegen allen Menschen nahe, sich bald impfen zu lassen.
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London. Die zunächst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus breitet sich in Großbritannien weiter aus. Es gebe landesweit 2323 bestätigte Fälle, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag im Parlament. Das sind gut 1000 mehr als noch am 12. Mai. Vor allem die mittelenglischen Städte Bolton und Blackburn sind betroffen. Es gebe Hinweise, dass die Variante ansteckender sei als die bisher bekannten Formen. Aber der Umfang sei noch unbekannt. Hancock betonte, frühe Analysen legten nahe, dass die Impfungen gegen die Variante schützten.

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Patienten im Krankenhaus haben noch keine Impfungen erhalten

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Zwar werden in Bolton und Blackburn insgesamt 27 Menschen wegen der Variante in Kliniken behandelt. Diese Patienten seien aber nicht geimpft gewesen, sagte Hancock. „Impfungen retten Leben“, sagte Hancock und rief alle Menschen auf, sich eine Spritze geben zu lassen. In Bolton hatte am Wochenende großer Andrang auf Impfungen geherrscht. Bisher sind mehr als 20 Millionen Menschen in Großbritannien vollständig gegen das Virus geimpft, knapp ein Drittel der Bevölkerung. Von diesem Dienstag an dürfen alle über 37-Jährigen einen Termin machen.

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Die Opposition gibt der Regierung die Schuld an der Ausbreitung der „indischen“ Variante. Sie habe wochenlang gezögert, Indien auf eine „rote Liste“ zu setzen, nur weil Premierminister Boris Johnson lange an einem letztlich doch abgesagten Besuch in dem südasiatischen Land festhielt, um ein Freihandelsabkommen zu verhandeln. In dieser Zeit seien etwa 20.000 Menschen aus Indien nach Großbritannien eingereist.

RND/dpa

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