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Grippesaison startet früher als sonst

Grippewelle: Wie Sie eine Grippe ordentlich auskurieren

Die Grippesaison ist da. Die jährliche Grippeimpfung bietet davor Schutz. Aber was hilft, wenn es zu spät ist?

Die Grippesaison ist da. Die jährliche Grippeimpfung bietet davor Schutz. Aber was hilft, wenn es zu spät ist?

Schon im Herbst statt erst im Winter: Die Grippewelle hat in diesem Jahr verfrüht begonnen. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) kürzlich bestätigt. Wenn einen die Grippe erwischt hat, sind die Symptome schon ein bis zwei Tage nach Ansteckung spürbar. Was sollten Sie beachten, um die Grippeviren wieder loszuwerden?

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Grippewelle in Deutschland beginnt laut RKI früher als vor der Pandemie

Zwei Saisons blieb die Grippewelle in Deutschland weitgehend aus – seit einigen Wochen aber, und damit vergleichsweise früh, werden recht hohe Fallzahlen gemeldet

Wie lange dauert es, eine Grippe auszukurieren?

Das Wichtigste, das sie sich geben sollten, ist Zeit: Wie lang die Symptome einer Grippe anhalten, ist unterschiedlich. Bei einer milden Infektion fühlen Sie sich etwa fünf bis sieben Tage lang krank. Manchmal kann es auch etwas länger dauern oder Symptome wie Husten können länger anhalten. Sie sind ab Symptombeginn etwa eine Woche ansteckend. Vermeiden Sie in dieser Zeit also den Kontakt zu anderen, vor allem zu immungeschwächten Personen, Kleinkindern, Schwangeren und Seniorinnen und Senioren. Husten und niesen Sie andere nicht an, sondern wenden Sie sich ab und nutzen die Armbeuge oder ein Taschentuch. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher und waschen Sie sich die Hände.

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Bettruhe, Lüften und Hausmittel

Wer an einer Grippe erkrankt ist, sollte das Bett hüten und sich schonen. Schlaf ist nicht nur im Volksmund die beste Medizin, sondern stärkt die Immunzellen, die die Viren bekämpfen. Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die Viren in der Luft neutralisiert werden. Hausmittel wie Tee, Inhalieren oder auch Gurgeln mit Salzwasser können Ihre Symptome lindern. Trinken Sie ausreichend und ernähren Sie sich vitaminreich. Auf Sport, anstrengende Tätigkeiten und Rauchen sollte verzichtet werden.

Bei starkem Schnupfen können ein Nasenspray oder -tropfen helfen. Wer hohes Fieber oder Schmerzen hat, kann Medikamente mit Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. Diese sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Beachten Sie dabei unbedingt die Hinweise im Beipackzettel. Kindern unter 12 Jahren wird von der Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) abgeraten.

Wann muss ich zum Arzt?

Für gesunde Menschen mit guten Abwehrkräften wird eine mild verlaufende Grippe nur selten zum Problem. Sollten die Symptome besonders stark ausfallen oder Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen, ist ein Besuch bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt ratsam. Wenn Sie schwanger oder älter als 65 Jahre sind, eine chronische Erkrankung haben oder rauchen, könnte es zu schwereren Verläufen kommen. Wenden Sie sich dann an den Hausarzt, die Hausärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117.

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Sollte man spazieren gehen, wenn man krank ist?

Wer sich dazu in der Lage fühlt, kann einen leichten Spaziergang an der frischen Luft als wohltuend empfinden. Das bringt den Kreislauf in Schwung und durch das Sonnenlicht wird die Vitamin-D-Produktion im Körper angeregt. Achten Sie aber auf passende Kleidung. Vor allem den Kopf, Hände, Füße und den Hals sollten Sie schützen. Um andere nicht anzustecken, kann es sinnvoll sein, in unbelüfteten Treppenhäusern Mund und Nase am besten mit einer medizinischen Maske zu bedecken. Vorsicht auch bei zu kalten Temperaturen und eisiger Luft: Ist der Körper geschwächt, wird er zu sehr damit beschäftigt sein, sich warm zu halten. Vermeiden Sie, Ihren Körper zu überanstrengen.

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Wie lange fühlt man sich nach einer Grippe schlapp?

Üben Sie sich in Geduld. Denn: Genauso lang, wie Sie krank waren, sollten Sie sich auch noch danach schonen. Also trinken und schlafen Sie auch in der ersten Zeit nach der Erkrankung genug und vermeiden Sie größere Anstrengungen. Starten Sie nur gemächlich mit ausdauernden Aktivitäten und passen Sie Ihr Sportprogramm an. Bei älteren Menschen kann es länger dauern, eine Grippe vollständig auszukurieren.

Was passiert, wenn man eine Grippe nicht auskuriert?

Wenn Sie sich nicht ordentlich auskurieren, besteht die Gefahr, den Infekt zu verschleppen. Die Viren bleiben dann im Körper und lösen in seltenen Fällen etwa im Herzmuskel oder im Gehirn Entzündungen aus. Auch eine Bronchitis, Lungenentzündung, Nebenhöhleninfektion und eine zusätzliche bakterielle Infektion können selten Folgen sein. Eine Grippe nicht auszukurieren macht außerdem anfälliger für zukünftige Infekte.

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Vorbeugen mit jährlicher Grippeimpfung

Um sich gar nicht erst die Grippe einzufangen, können Sie vorbeugen: durch Hygienemaßnahmen und die jährliche Grippeimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Grippeimpfung Personen ab 60 Jahren, Bewohnern und Bewohnerinnen in Alten- und Pflegeheimen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen, medizinischem Personal, pflegenden Angehörigen und Schwangeren, bevorzugt im zweiten Drittel der Schwangerschaft. Gehören Sie nicht zu diesen Gruppen, können Sie trotzdem in Ihrer Hausarztpraxis nach einer Impfung fragen. Denn eine Impfung senkt nicht nur das Risiko an der Grippe zu erkranken, sondern sorgt auch für mildere Verläufe, falls sie sich doch anstecken.

Achten Sie außerdem auf Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, vor allem wenn Sie Lichtschalter, Geländer oder Türgriffe an öffentlichen Orten berührt haben. Fassen Sie sich nicht an Augen, Nase oder Mund. In Bus und Bahn oder anderen schlecht belüfteten Orten ist es darüber hinaus sinnvoll, Mund und Nase zu bedecken – am besten mit einer medizinischen Maske.

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