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Zu niedrige Inzidenz gemeldet: Gesundheitsamt Göttingen bittet Bundeswehr um Hilfe

  • Die Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt Göttingen ist so hoch, dass die an das Robert Koch-Institut gemeldeten Zahlen weit unter den tatsächlichen liegen.
  • Um die Situation in den Griff zu kriegen, hat die Stadt unter anderem die Bundeswehr um Hilfe gebeten.
  • Die Infektionslage sei derzeit diffus.
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Göttingen. Wer am Mittwochmorgen auf das RKI-Dashboard schaut, sieht: Der niedersächsische Landkreis Göttingen hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 187,1. Die Stadt Göttingen gibt den Wert am Dienstag hingegen mit 223,8 an. Denn die Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt sei derzeit so hoch, dass die Meldung der positiven Corona-Fallzahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) „nicht zeitnah erfolgen“ könne, berichtet das „Göttinger Tageblatt“ (GT) unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Einerseits plane die Stadt Göttingen, Stellen im Gesundheitsamt noch weiter aufzustocken. Andererseits laufe aktuell eine Anfrage bei der Bundeswehr mit der Bitte um Unterstützung, sagt Stadtsprecher Dominik Kimyon dem GT. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen aktuell laut RKI-Dashboard bei 184,0.

Rechtlich bindend ist RKI-wert

Die aktuelle Situation bedeute: Die tatsächliche Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Göttingen sei weitaus höher als diejenige, die auf dem RKI-Dashboard veröffentlicht ist. „Das unterstreicht, dass sich die lokale Lage weiter dramatisch entwickelt“, teilt die Stadt Göttingen auf ihrer Webseite mit. Rechtlich bindend sei allerdings allein der vom RKI täglich veröffentlichte Inzidenzwert – etwa für Corona-Maßnahmen.

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Zudem sei die Infektionslage sehr diffus, berichtet das „Göttinger Tageblatt“. Konkrete Hotspots seien nicht auszumachen. Die Kontaktnachverfolgung beschränke das Gesundheitsamt vor Ort mittlerweile auf vulnerable Gruppen. „Das Team im Gesundheitsamt arbeitet unter Hochdruck an sechs Tagen in der Woche“, sagt Sprecher Kimyon.

RND/saf

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