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Stiko-Chef: Datenlage für generelle Kinder-Impfempfehlung zu gering

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission, begründet die eingeschränkte Impfempfehlung für jüngere Kinder mit einer unzureichenden Datenlage.

Berlin.Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) hat die eingeschränkte Impfempfehlung für Fünf- bis Elfjährige mit fehlenden Daten begründet. „Die Datengrundlage für eine generelle Empfehlung ist im Augenblick aus Sicht der Stiko nicht gegeben“, sagte der Virologe Thomas Mertens am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt zwar keinen direkten Hinweis auf ein Risiko der Impfung in dieser Altersgruppe, aber es gibt eben auch keine ausreichend sichere Datenbasis, um die Sicherheit abschließend zu bewerten.“

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Die Zulassungsstudie für den geringer dosierten Kinder-Impfstoff sei viel zu klein gewesen, um sehr seltene Nebenwirkungen auszuschließen. „Das ist ein Problem, vor dem wir stehen“, sagte Mertens. An der Wirksamkeit des Kinder-Corona-Impfstoffs von den Herstellern Biontech und Pfizer gebe es keine Zweifel.

Ärzte können impfen, sobald Impfstoff vorhanden

Die Stiko hat am Donnerstag eine Impfempfehlung für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten angekündigt. Aber auch gesunde Kinder sollen auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung gegen Covid-19 geimpft werden können. Der spezielle Impfstoff soll in Deutschland ab 13. Dezember ausgeliefert werden.

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„Auch wenn die Empfehlung formal erst nach Ende des Stellungnahmeverfahrens nächste Woche gültig ist, können Ärzte mit dem Impfen beginnen, sobald sie den Kinder-Impfstoff erhalten haben“, stellte Mertens klar. „Es können auch Hausärzte Kinder impfen, Beschränkungen auf Facharztgruppen gibt es nicht mehr.“

Der Stiko-Chef machte hinsichtlich der Möglichkeit individueller Entscheidungen für die Impfung auch bei gesunden Kindern deutlich: „Es ist nicht die Absicht der Stiko – und auch nie gewesen – einen gesellschaftlichen Dissens zu befördern. Wir haben deshalb bewusst eine Aussage eingefügt, dass die Impfung bei Wunsch der Eltern oder der Kinder auch möglich sein kann.“

RND/dpa

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