Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen und weitet Booster-Impfungen aus

  • Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen in Frankreich, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran schärfere Maßnahmen an.
  • Außerdem sollen nun auch Menschen ab 18 Jahren die Möglichkeit bekommen, ihre Impfung gegen das Coronavirus aufzufrischen.
  • Wer sich sieben Monate nach seiner vollständigen Impfung nicht boostern lassen hat, dessen Corona-Pass werde dann ungültig.
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Paris. Frankreich verschärft seine Corona-Maßnahmen angesichts steigender Infektionszahlen und weitet die Möglichkeit für eine Auffrischungsimpfung aus. Zu dieser Booster-Impfung seien nun alle Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren aufgerufen, sobald ihre letzte Impfung fünf Monate zurückliege, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Paris.

Wenn Menschen diese Auffrischung nicht innerhalb von sieben Monaten nach ihrer vollständigen Impfung absolvieren, soll ihr Corona-Pass ungültig werden. Bei Menschen ab 65 Jahren, die bereits seit längerem zu einer Booster-Impfung aufgerufen sind, ist dies ab dem 15. Dezember der Fall, für Menschen ab 18 Jahren ab dem 15. Januar. Nur mit dem sogenannten Gesundheitspass, einem 3G-Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test, können die Menschen in Frankreich Restaurants und Veranstaltungen besuchen oder per Flugzeug oder Fernzug verreisen.

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Neun von zehn erwachsenen Franzosen sind geimpft

Corona-Tests für Ungeimpfte bleiben in der Regel kostenpflichtig und gelten ab Montag statt 72 nur noch 24 Stunden, wie der Minister weiter sagte. Die Maskenpflicht soll wieder überall in Innenräumen greifen und auch im Freien bei Massenveranstaltungen wie etwa Weihnachtsmärkten. Diese seien nur noch mit dem Gesundheitspass zugängig. Der Schulbetrieb soll nach Möglichkeit aufrecht erhalten bleiben, die Auflagen zum Schließen ganzer Klassen nach einzelnen Infektionsfällen werden gelockert.

Da neun von zehn Erwachsenen in Frankreich geimpft seien, brauche das Land nicht erneut zu drastischen Einschränkungen greifen, betonte Véran. Es werde ein neuer Anlauf unternommen, um auch die Nichtgeimpften zu erreichen, außerdem appellierte der Minister an das strikte Beachten von Abstands- und Hygieneregeln auch unter Geimpften. Nach jüngsten Zahlen lag die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, in Frankreich bei 193.

RND/dpa

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